musicmatch – personalisiertes Radio

musicmatch.com ist ein interessanter Audioplayer, beziehungsweise Musikservice. Unter anderem kann ich dem Dienst drei meiner Lieblingsinterpreten nennen und erhalte anschließend ein auf meinen Musikgeschmack abgestimmtes Radioprogramm – und das funktioniert erstaunlich gut. Außerdem werden eine Reihe von Audio-Streams angeboten, die allerdings teilweise nur für Abonnenten des kostenpflichten “MX-Dienstes” verfügbar sind.

Nett ist auch, dass man die Streams “vorspulen” kann: Wenn ein Song nicht gefällt, klickt man einfach auf die Skip-Taste und schon hört man den nächsten Song. Shoutcast-Streams kann man übrigens ebenfalls hören. Die Software bietet außerdem einige Features um MP3-Dateien zu verwalten. Ich habe mich noch nicht so ganz zwischen musicmatch und Winamp entschieden, tendiere aber eher zu musicmatch – vor allem wegen dem “personalisierten” Radio.

Update: Ab heute bietet musicmatch sogar einen Apple iTunes-ähnlichen Shop an: Musicmatch hat heute, Montag, eine Plattform für den Musikdownload auf den Markt gebracht, die Songs im Windows Media Format bietet. Die Plattform ist mit iTunes von Apple vergleichbar und speziell an PC-Nutzer gerichtet. Wie der Musiksoftware-Hersteller mitteilte, können Nutzer eine Musikauswahl aus allen fünf großen US-amerikanischen Labels sowie mehr als 30 unabhängigen Labels treffen. Der Dienst ist derzeit nur in den USA verfügbar. (pressetext.de berichtet)

Ein Song kostet 99 Cent, die meisten Alben sind für 9,99 Dollar erhältlich – das könnte was werden…

Musicload.de – just a testing application?

T-Online hat heute mit Musicload.de eine Plattform für Musikdownloads gestartet. Oder vielmehr: Wollte heute starten, der Start war nämlich schon einmal ein ziemlicher Flopp. Nachdem sämtliche News-Websites die Meldung veröffentlicht hatten, war die Plattform immer noch nicht online. Bestaunen durfte man lediglich ein Loginfenster mit dem vielsagenden Titel “Just a Testing Application”. Mittlerweile ist die Seite (mit viel Geduld) erreichbar, wirklich interessant scheint die Website aber nicht zu sein.

Interessant ist hingegen die Kundenbewertung des Titels “Ein heiteres Potpourri” (Stefan Raab & die Traumschiff-Crew). Ein User mit dem Namen Pellmann hat am 29.08.2003 um 11:23 Uhr dem Song fünf Sterne gegeben – merkwürdig, denn zu diesem Zeitpunkt war die Seite doch noch gar nicht im Netz…

eMail Marketing – Kunden gewinnen, Vertrauen aufbauen

Auf werbeanzeige.de gibt es einen neuen Artikel zum Thema eMail Marketing von Michael Wichert. Der Artikel erläuert Grundlagen und gibt einige Tipps für die Praxis. Michael Wichert beschäftigte sich bisher unter anderem mit der Konzeption und Programmierung von Websites und hat mit Karstadt, Casio, Hewlett Packard, Intel, argonauten, der Deutsche Telekom u.v.m. zusammengearbeitet.

Unique Slogans – die keiner versteht

Telepolis berichtet über eine Untersuchung der Kölner Endmark AG. Demnach werden englischsprachige Werbeslogans von einem Großteil der Deutschen nicht verstanden. Siemens “Be inspired” konnten beispielsweise gerade einmal 15 Prozent richtig übersetzen. Der Slogan “Come in and find out” wurde unter anderem mit “Komm herein und finde wieder heraus” übersetzt, “Where money lives” wurde zu ”Wo Manni lebt”.

Schon merkwürdig. Da diskutieren Werber stundenlang über verschiedene Slogang-Vorschläge und vergessen zu überprüfen, ob der Slogan überhaupt verstanden wird – ist das nicht die wichtigste Voraussetzung? Aber wer sich stundenlang Begriffe wie Reason Why, Benefit, Tonality, Unique Selling Proposition, Corporate Design etc. an den Kopf geworfen hat denkt darüber vermutlich nicht mehr nach. Hauptsache, der Slogan ist unique. In diesem Sinne: Think about it!

Gecluetraint: Eine Airline, die über sich selber lachen kann

Alaska Airline veräppelt sich selber und hat eine Fun-Seite ins Netz gestellt: SkyHigh Airlines. Sehr nett ist zum Beispiel der Customer Service Superstar:

Without our valued customers, we’d just be a bunch of people in itchy gray and cabernet-red uniforms flying from city to city complaining to each other. And while that wouldn’t be so bad, none of us would be getting paid for it. So each month, we like to give a big SkyHigh-five to the employee who really gives that requisite effort to keep our passengers happy. Or at least less mad.

(Link gefunden in gerolds braun marketing blog)

Wer dieses Blog schon länger liest, weiss was jetzt kommt – richtig, ein Zitat aus dem
Cluetrain-Manifest. Also bitte:

Companies need to lighten up and take themselves less seriously. They need to get a sense of humor.

Da haben wir es wieder! Schade, dass diejenigen, die Cluetrain für absoluten Blödsinn halten, wahrscheinlich keine Weblogs lesen. Wie zum Beispiel ein Redakteur der ZEIT, der
über Cluetrain folgendes denkt:

Beim Cluetrain Manifesto, dem “end of business as usual”, handelt es sich, Sie werden es wohl schon ahnen, um eine besonders törichte Dümmlichkeit der an Torheiten nicht gerade armen Marketingbranche, vorgetragen mit der ganzen Schwere einer sendungsbewussten Erlöserlehre.

Und weiter:

Wenn man eins vom Marketing lernen kann, dann die absolute Dominanz der Form über den Inhalt. Je substanzloser der Gedanke, desto wuchtiger die Geste. Gemessen daran ist das Cluetrain Manifesto ein Nichts aus Worten, ein gedankliches Vakuum ganz erstaunlichen Ausmaßes.

Nett getextet. Und die Abneinung des Autors gegenüber aufgeblasenen Marketingtexten teile ich gerne. Und sicherlich ist auch Cluetrain aufgeblasen. Substanzlos aber sicher nicht. Die Autoren haben genau das “vorhergesagt”, was gerade passiert: Die ersten Unternehmen trauen sich lustig zu sein, in Communities wie Ciao.com oder Foren wie Handykult tauschen sich Verbraucher über Produkte aus (In der Werbung behauptet ihr, euer Handy wäre das Beste. Auf Handykult.de berichten 20 User über Akkuprobleme. Wem werde ich wohl glauben?) und immer mehr Leute veröffentlichen spannende Dinge in ihren Weblogs anstatt langweilige TV-Sendungen zu glotzen. Aber für einige Leute ist die Zeit (oder auch ZEIT) anscheinend stehen geblieben.

Langweilen wir die Leute doch weiter mit dämlichen TV-Spots und stupidem Unternehmensgeschwätz. Internet? Das war ja Gott sei Dank nur ein kurzfristiger Hype.

Tauschbörsen sind nicht nur böse…

…sie können (oder könnten) der Musikindustrie sogar helfen: Das amerikanische Unternehmen BigChampagne fertigt Statistiken über häufig heruntergeladene Musik an – und hilft so Plattenfirmen, mehr CDs zu verkaufen. (berichtet Golem.de). BigChampagne fertigt Charts für verschiedene Regionen an und verkauft diese Informationen an die Plattenfirmen, die so erfahren, welche Musik wo am meisten gehört wird und daraufhin ihr Vorgehen ausrichten können – etwa, indem sie in der betreffenden Region versuchen, die dort populäre Musik stärker im lokalen Radio zu positionieren oder zu bewerben und infolgedessen dann auch mehr CDs dieser Künstler verkaufen. (Golem.de)

Was außerdem denkbar wäre: Die Musikindustrie könnte Textlinks und / oder Banner in den Tauschbörsen schalten. Wenn ich dann nach Robbie Williams suche, kriege ich nicht nur angezeigt wo ich das komplette Album in hervorragender Qualität downloaden kann, sondern auch wann Herr Williams das nächste Mal ein Konzert in meiner Region gibt.

Lade ich das Album legal runter, kann ich die Konzertkarte anschließend 15% günster kaufen. Auf diesem Weg könnten natürlich auch weitere Fanartikel beworben werden – für die die Kids dann ja richtig viel Geld haben, da sie weniger (und günstigere) CDs kaufen. Außerdem könnte so auch die Website des Künstlers beworben werden, auf der Fans zum Beispiel für ein paar Euro pro Monat Mitglied im Club werden können und bislang unveröffentlichte Tracks, Videomaterial, Interviews erhalten, an exklusiven Gewinnspielen teilnehmen können etc. Das *könnte* die Musikindustrie im Jahr 2003 sein. Aber stattdessen verklagt man lieber potentielle Kunden.

P2P-Telefonie von den Kazaa-Entwicklern

Neues von den Kazaa-Leuten: Skype ist eine P2P-Telefonie-Software. Ansich also nichts neues, aber: Skype soll problemlos durch Firewalls, Router und NAT hindurch arbeiten und dank verschlüsselter Point-to-Point-Verbindungen die Privatsphäre der Gesprächspartner gegen Abhören durch Dritte schützen. (Artikel bei Heise.de) Werde das mal testen und an dieser Stelle berichten. Leider habe ich bislang keine Informationen bezüglich den Kosten gefunden. Laut Heise.de ist die Software “vorerst kostenlos”.