Der Jamba-Kurs ist bei Jamba angekommen
…und Klaus Eck hat ein Interview mit Tilo Bonow, Director Corporate Communications & Public Affairs bei Jamba. Dort scheint man im Umgang mit Weblogs etwas ratlos zu sein:
Klaus Eck: Wie stehen Sie zu den Vorwürfen?
Tilo Bonow: Die Vorwürfe werfen keine neuen Kritikpunkte an unserem Unternehmen auf. In Foren und Newsgroups gab es das immer mal wieder. Überwiegend ist die Kritik von fehlender Sachkenntnis, Populismus und Neid geprägt. Manche Blogger legen es anscheinend einfach auf Krawall, anstatt auf eine kontroverse Diskussion, die alle Seiten einbezieht, an.
Dabei stellt sich für einen Pressesprecher die Frage, ob und wie er darauf reagieren soll. Schließlich kann er nicht jeden einzelnen Blogger ansprechen. Anders sieht es bei Multiplikatoren und Journalisten aus, mit denen man über die Sache diskutieren kann.
Wie Jamba reagieren könnte / sollte, steht allerdings ebenfalls in Weblogs, zum Beispiel hier:
So etwas kann man aber nicht als Plan-B im Katastrophenfall aus der Schublade ziehen. Ein Unternehmen, dass sich für PR-Gaus im Zeitalter des Internets wappnen will, muss langfristig Kommunikationswege aufbauen, authentische Kommunikation einüben und Reputation aufbauen. Die Aussagen eines Unternehmens, das stets nur Werbung und Geschwurbel absondert oder gar die eigene Meinung unter falscher Flagge öffentlich macht, wird in der Krise niemand glauben, auch, wenn jedes einzelne Wort wahr wäre.
(Notizen aus der Provinz: Lehren aus der Jamba-Story - für Blogger und Unternehmen.)
Stattdessen glaubt (hofft?) Tilo Bonow, dass “die Kritik in der Öffentlichkeit vermutlich gar nicht richtig wahrgenommen” wird.
Fakt ist: Jeder (potentielle) Kunde, Journalist oder Bewerber, der nach Jamba googelt, wird auf den Jamba-Kurs aufmerksam werden. Die W&V kommentiert die Geschichte übrigens treffend mit Jamba-PR läuft aus dem Ruder. Mehr dazu gibt es auch bei Martin Röll: Jamba oder das Ernstnehmen des Internets
Nachtrag: Mittlerweile (?) scheint Jamba Weblogs aufmerksam zu verfolgen - Martin Röll wurde nach seinem Eintrag von Tilo Bonow angerufen.
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