Das kann nicht sein!

Ruft man bei einer Hotline an, schildert als Kunde ein Problem, ist zu 90% der erste Satz: “Das kann nicht sein!”

Ein einziger Satz mit einer Wirkung von hundert Nadelstichen.

Telefonblog.de: Das kann nicht sein!

So wahr… Und bei der Deutschen Telekom folgt dem “Das kann nicht sein!” in der Regel ein “Das liegt an Ihrer Telefonanlage!”.

Zaghaftes Weblog-Marketing, dicke Haut und Page Impressions

Die Nachrichtenagentur pressetext.austria hat heute eine Meldung zum Thema Weblog-Marketing veröffentlicht, die eine Einschätzung zur Marktlage bietet:

Die Attraktivität von Weblogs als Werbefläche ist zwar groß, dennoch zögern vor allem die großen Werber ihre Reklame auf den Online-Tagebüchern zu platzieren. Die Zurückhaltung ist auf die Unberechenbarkeit dieses Mediums zurückzuführen, heißt es im Wall Street Journal. Das Interactive Advertising Bureau verfügt kaum über genaue Zahlen wie viel für Webblog-Werbung derzeit ausgegeben wird. Werber, die sich auf Webblogseiten trauen, müssen eine dicke Haut haben, denn die Kommentare können schlagartig ins Negative gehen.

pressetext.austria: Werber bei Weblogs noch zaghaft

Nico Lumma glaubt nicht, dass die Zurückhaltung auf die “Unberechenbarkeit des Mediums” zurückzuführen ist:

Meine Einschätzung ist folgende: Negative Auswirkungen sind nicht die Befürchtung, sondern leider immer noch Unverständnis bei den Werbetreibenden, was ein Weblog ist und wieso man dort werben sollte. Weblogs bieten sog. User-generierten Content und seit den guten alten Zeiten der Massen-Homepages auf Geocities und Konsorten ist User-generierter Content gleichgesetzt mit Ramsch. Weblogs müssen erst noch bekannter werden, damit realisiert wird, dass man dort Werbung in einem Umfeld schalten kann, das vor allem von Multiplikatoren aufgesucht wird.

Ja, das Thema steckt noch absolut in den Kinderschuhen und ist in Deutschland bei den Werbetreibenden noch nicht angekommen. Trotzdem glaube ich, dass bei vielen Unternehmen nach der Erkenntnis die Angst kommen wird. Weblogs Inc. experimentiert in den USA mit Anzeigen, die von den Leser/innen kommentiert werden können. Ich glaube, dass diese Idee vielen Unternehmen nicht gefallen wird (noch nicht)… Was würde passieren, wenn VIVA nach einem Klingeltonspot Kommentare der Zuschauer senden würde? Da ist es doch wesentlich einfacher, beispielsweise “herkömmliche” Bannereinblendungen zu buchen. Hier kann ich als Werbetreibender vorher die Reichweite festlegen, die Kampagne genau steuern und anschließend die Klicks zählen.

Nico schreibt weiter:

Ganz nebenbei bemerkt wüsste ich auch kein Weblog in Deutschland, dass genügend PageImpressions hätte, für die sich eine Direktbuchung lohnen würde. Insofern ist die Werbung auf Weblogs sicherlich zaghaft, allein schon mangels Masse.

Ich bin mir nicht sicher, ob die PIs im Weblog-Marketing langfristig die entscheidende Rolle spielen werden. Weblogs bieten hervorragende Möglichkeiten, um spezielle Nischen zu erreichen. Wenn ich mit Anzeigen in Weblogs “meine” Nische und die für mich relevanten Multiplikatoren erreiche, lohnt sich die Buchung für mich. Unter diesem Gesichtspunkt fallen mir zahlreiche (auch deutschsprachige) Weblogs ein, auf denen sich schon heute eine Buchung lohnen würde.

Amazon möchte Kaufwünsche aus Rezensionen ermitteln

Noch ein Nachtrag zu dem vorherigen Eintrag:

Amazon möchte [...] künftig auch die Buch- und CD-Rezensionen, die freundliche Kunden geschrieben haben, exakt analysieren. Ziel ist es, relevante persönliche Informationen aus diesen Kritiken herauszufiltern und sie den sowieso schon gespeicherten Kundendaten hinzuzufügen. Damit versetzt sich der Online-Buchhändler in die Lage, seine Kunden noch umfassender zu analysieren und aus den gesammelten Daten künftige Kaufwünsche noch exakter und treffsicherer hochrechnen zu können.

Telepolis.de: Kinder im Visier von Amazon

Wer braucht mobiles Fernsehen?

Das digitale und mobile Fernsehen kommt” – meint Martin Schmid im Weblog IT Frontal und erläutert die technischen Möglichkeiten. Sicher, die Technik wird kommen – aber was ist mit den Usern? Wann soll ich unterwegs Fernsehen gucken? Wenn ich mit dem Fahrrad ins Büro fahre? Wenn ich mit dem Auto in die Stadt fahre? Wenn ich in der Stadt einkaufen bin und mich anschließend mit Freunden treffe? Ja, Bedarf gibt es vermutlich bei Menschen, die häufig längere Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen – von denen ein Teil natürlich Geschäftsleute sind, die eher an WLAN als an “Überall-TV” interessiert sein dürften. Wo sind die potentiellen Nutzer? Bei welchen Gelegenheiten würde mobiles Fernsehen Sinn machen? Und wieso sind die tragbaren Mini TV-Geräte (gibt es ja schon seit Jahren) bislang Ladenhüter?

Keywordwerbung + Demographic Targeting

Microsoft zeigt, wohin die Reise im Suchmaschinen-Marketing gehen wird:

After having introduced a series of also-ran technologies in the search engine market, Microsoft this morning said it planned to release a technology that neither Google nor Yahoo can yet offer: the ability for advertisers to filter the people exposed to their search ads by demographic information. Marketers will be able to target one ad to men, another to women, and use additional information such as age and location. Microsoft has been tracking this information for years through its various sites, including MSN, Hotmail and others, keeping a vast database on tens of millions of individuals, each assigned a user ID Microsofties refer to as a GUID, or global user ID.

MarketingVox: Microsoft Intros Search Ads with Demographic Filtering

Guerilla Marketing Kongress und Blogger-Treffen

Am 11.03.05 habe ich mit Martin Röll den Guerilla Marketing Kongress in Köln besucht. Hier nun ein kleiner Rückblick, nachdem Martin, Patrick
und Michael bereits ihre Eindrücke gebloggt haben.

Gespannt war ich vor allem auf das Thema Guerilla Marketing im B2B-Bereich: Wie sieht das in der Praxis aus? Welche Fallbeispiele gibt es? Fragen, die leider überhaupt nicht beantwortet wurden. Stattdessen ging es – wie Martin bereits geschrieben hat – um Broschüren, Messestände und darum, das ein „Guerilla Marketing Manager“ stets den Überblick behalten sollte. Aha.

Gelungen war hingegen der Vortrag von Dr. Peter Kreuz – sein Buch “Different Thinking” ist jetzt auch auf meiner Amazon-Wishlist. Dr. Kreuz hat innovative Geschäftsideen vorgestellt (unter anderem die Gurke aus der Dose, die ich bereits aus dem MEX Blog kannte) und Methoden aufgezeigt, die bei der Ideenfindung helfen können. Siehe hierzu auch Martins Mindmap. À propos Mindmap: Ich werde künftig mehr mit Mindmaps arbeiten (Martin hat mich angesteckt ;-). Kennt jemand eine gute Mindmapping-Lösung für den Pocket PC?

Gut gefallen hat mir auch der Vortrag von Thomas Zorbach und Michael Zerr von VM People: Neben Fallbeispielen gab es auch “handfeste” Tipps für virale Kampagnen, die ich bei den meisten anderen Vorträgen schmerzlich vermisst habe.

Leider gab es auch keine Diskussion darüber, was Guerilla Marketing überhaupt ist. Sätze wie “Mit wenig Budget viel erreichen” oder “Das beste aus dem Budget rausholen” sind zwar oft gefallen, sollten aber wohl für Werber oder Marketer selbstverständlich sein (die Betonung liegt auf sollten). Aufgrund der Tatsache, dass sich im Guerilla Marketing-Umfeld eine ganze Reihe an “schicken” Begriffen tummeln (Viral-, Buzz-, Ambient-, Ambush-Marketing etc.), wäre eine Diskussion sicherlich hilfreich gewesen. Wobei ich nicht weiß, ob diese Aspekte in den Vorträgen, die ich mir nicht angeschaut habe, näher erläutert wurden (zwei Vorträge liefen jeweils parallel).

Am Abend gab es im Latino Cubana ein nettes Blogger-Treffen, über das André bereits berichtet hat. Nette Menschen, interessante Gespräche und leckere Cocktails – genug Gründe für weitere Treffen ;-)

Nachtrag: Mehr zum Kongress gibt es auch von Bernd Röthlingshöfer: Sind wir nicht alle ein bisschen Guerilla?

Ihre Bestellangaben, Herr Unknown

Hallo Otto.de,

keine Frage – Personalisierung ist im eCommerce ein wichtiges Thema. Wenn der Name allerdings nicht vorliegt, macht das irgendwie keinen Sinn:

Herr Unknown

P.S.: An wen schicken Sie jetzt eigentlich meine Bestellung?

Links in Blogs tracken

Der Service MyBlogLog klingt interessant:

Wouldn’t it be great to know what content your readers like the most? MyBlogLog enables you to track when outgoing links are clicked by your visitors. With this information, you can tune your site to be most engaging for your readers and ensure that they come back over and over. You know how your visitors get to your site; shouldn’t you know where you send them?

(Via Google Blogoscoped / Waxy).

Guerilla Marketing Tipps

…und noch ein kostenloses eBook: Michael Gandke bietet ein 17seitiges eBook mit praxisnahen Online-Marketing-Tipps, von denen ein Großteil mit geringem Aufwand umgesetzt werden kann. Die PDF-Datei kann von seiner Website heruntergeladen werden. Michael veröffentlicht auch ein empfehlenswertes Weblog zum Thema Online- / Guerilla-Marketing.

Kostenloses eBook: Das Blog-Buch

Auf der Website der Internet World kann in diesem Monat das Blog Buch von Dirk Olbertzheruntergeladen werden. kostenlos Die IW schreibt über das Buch:

Das E-Book, das wir Ihnen im Monat März zum Download anbieten, führt Sie auf dem kürzesten Wege zum eigenen Weblog. Dirk Olbertz, Betreiber von Blogger.de, hilft Ihnen bei der Wahl unter den größten Blog-Anbietern in Deutschland. Er zeigt, wie Sie Ihr Weblog mit Templates und Makros aufpeppen oder es mithilfe von Kommentaren und RSS-Feeds mit anderen Blogs vernetzen. Er erklärt Tools zum mobilen Verfassen von Inhalten ohne Online-Anbindung oder zur Analyse Ihrer Besucherzahlen und verrät, wie Ihr Blog auch über Suchmaschinen gefunden wird.

Update: Das Buch steht mittlerweile leider nicht mehr als Download zur Verfügung.