Deutsche Bank mit Imageproblem

Das Image der “großen Bank in Euroland” ist im Keller, wie Spiegel Online berichtet:

Dass ihr Chef beim Normalbürger ein nicht eben strahlendes Image hat, kann der Deutschen Bank noch vergleichsweise egal sein. Viel schwerer für die Bankmanager wiegt: Auch Großkunden sind einer Umfrage zufolge sehr unzufrieden mit dem Geldinstitut.

Lesenswert ist in diesem Zusammenhang ein Artikel auf changeX.de von Ulf D. Posé, Präsident des Ethikverbands der Deutschen Wirtschaft e. V.: Ist der Ruf erst ruiniert…

Zwar ist das Anliegen der Bank, ihren Gewinn steigern zu wollen, legitim, aber Deutsche-Bank-Chef Ackermann erkauft die potenzielle Aktienkurserhöhung, indem er in gleichem Maße den Ruf der Deutschen Bank ruiniert. Er riskiert einiges: Die Grenzmoralkurve zeigt, dass sozialverträgliches Verhalten mit Mehrertrag belohnt wird, gleichzeitig wird sozialunverträgliches Verhalten bestraft. Genau das blüht der Deutschen Bank nun.

(…)

Für den Ethikverband der Deutschen Wirtschaft ist zunächst nichts Unethisches daran zu erkennen, dass ein Unternehmen größte Gewinne mit kleinstem Aufwand zu erwirtschaften versucht. Leider hat Herr Ackermann den Kapitalismus in diesem Fall recht suboptimal realisiert, indem er zwar dafür sorgt, dass die Aktien steigen, jedoch in gleichem Maß der Ruf der Deutschen Bank beschädigt werden kann. Auf diese Weise erstickt sich der Kapitalismus selbst.

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