Web 2.0 made in Germany: Qype

Ich habe kürzlich eine Einladung für den Beta-Test von Qype bekommen und habe mir den Service in den letzten Tagen einmal genauer angeschaut. Qype ist laut der Eigenbeschreibung der “ideale Ort, um die besten Adressen, Dienstleister und Treffpunkte einer Stadt zu finden, zu empfehlen und andere Menschen zu treffen.” Die Website funktioniert im Grunde wie ein klassisches Verbraucherportal (z.B. Ciao.com), d.h. User können Dienstleister oder Geschäfte kommentieren und bewerten. Der Fokus von Qype liegt aber ganz klar auf regionale Geschäfte oder Dienstleistern, d.h. Angebote “vor Ort”.

Meinungen können mit Tags versehen werden, aus denen sich Tagclouds für Städte bilden. Für Köln sieht das dann zum Beispiel so aus:

Qype

(”Kölsch” wird in der nächsten Zeit sicherlich noch größer werden ;-)

Außerdem kann man jeden Beitrag mit eigenen Fotos versehen - nützlich, insbesondere bei Hotels oder Restaurants. Aktuell gibt es knapp über 2000 Beiträge. Wenn man bedenkt, dass der Service bislang noch eine (mehr oder weniger) geschlossene Beta ist, eine durchaus stolze Zahl. Ein soziales Netzwerk gibt es ebenfalls, damit man sich schnell über neue Empfehlungen von Freunden informieren kann.

Richtig praktisch wird die Geschichte dann, wenn man Qype auch unterwegs auf dem Handy oder auf einem PDA nutzen kann. Schön wäre auch eine Blog-Schnittstelle, damit man direkt aus einem Blog heraus Beiträge an Qype schicken kann. RSS-Feeds und E-mail-Alerts habe ich auch noch nicht gefunden, die kommen aber sicherlich noch.

Insgesamt macht Qype bereits einen guten Eindruck. Wenn es den Machern gelingt, eine aktive Community aufzubauen, kann Qype im Markt der lokalen Suchmaschinen eine durchaus wichtige Rolle spielen - schließlich sucht kaum jemand “blanke” Adressen, sondern empfehlenswerte Geschäfte oder Dienstleister.

Wer eine Einladung für Qype haben möchte, kann sich gerne bei mir melden.
Update: Qype wurde mittlerweile offiziell gelauncht.

Das Team hinter Qype veröffentlicht übrigens auch ein Blog: blog.qype.de

Ähnliche Beiträge:
Wir sind besser, als wir glauben
Das ist mein Web 2.0
Wahre Worte: Zum Untergang der Musikindustrie

7 Kommentare to “Web 2.0 made in Germany: Qype”

  1. MiFoMM » Qype - Ein Zeichen des neuen Aufbruchs? meint:

    [...] weitere Artikel zu Qype: CIO Weblog: Qype: Noch eine lokale Suche, aber mit sozialem Netzwerk Fischmarkt: Echtes Web 2.0 aus deutschen Landen iBlog: GelbeSeiten und GoYellow sind viel toller als die Social-Software-Schmuddelkinder nicozorn.com: Web 2.0 made in Germany: Qype openBlog: QYPE - Quote Your Personal Experience! Telagon Sichelputzer: Qype themenblog: Exklusiv auf Themenblog: Mark Pohlmann betreut PR von Qype themenblog: FAZ über Qype   [...]

  2. Petra Schwarzmaler meint:

    TopYellow macht übrigens etwas ähnliches, nur dass man auch Geld für seine Bewertungen bekommt. Ausserdem scheint die Datenbank voller zu sein (wen wundert’s wenn es Geld gibt…)

  3. Nico Zorn meint:

    Danke für den Hinweis, http://www.topyellow.de kannte ich noch nicht. Ich persönlich kann mit den meisten Prämiensammelpunktegeldverdienen-Geschichten nicht viel anfangen, da es sich ja in der Regel lediglich um Centbeträge handelt. Zudem sehe ich die Gefahr, dass durch ein Prämiensystem die Anzahl der Beiträge steigt, unter Umständen aber die Qualität sinkt. Spannend ist aber sicherlich die Frage, ob es Qype gelingt ganz ohne Vergütung eine ausreichende Anzahl an Bewertungen zu generieren…

  4. Ossiboy meint:

    Naja….nur das es bei TopYellow nicht nur Centbeträge, sondern bei fleissigem Eintragen schon 10-20 Euros werden. Die Einträge werden außerdem geprüft, bevor sie freigegeben werden!

  5. Nico Zorn meint:

    Hm. Frau Schwarzmaler scheint wirklich ein großer Fan von TopYellow zu sein. Wer nach dem Namen googelt ( http://www.google.de/search?hl=de&q=%22Petra+Schwarzmaler%22&btnG=Suche&meta= ) findet weitgehend identische positive Beiträge über TopYellow: Im Hauptstadtblog ( http://www.hauptstadtblog.de/article/1683/qype-fuellt-sich ), auf der Netzspielwiese ( http://die.netzspielwiese.de/blog/allgemein/2006-04/qype-gelbe-seiten-mit-kommentar ) und auf azrael74.de (http://www.azrael74.de/?p=772). Das sieht irgendwie sehr nach einer Kampagne aus. Naja, ich lass den Beitrag trotzdem mal stehen.

  6. azrael74.de » Kommentar-Kampagne meint:

    [...] In diversen Blogs tauchen bei Einträgen über das interaktive Stadtmagazin „Qype“ Kommentare einer gewissen Petra Schwarzmaler auf – auch bei mir. Als der Kommentar getätigt wurde, habe ich mir nichts dabei gedacht. Ist ja in Ordnung, wenn irgendjemand auf ähnliche Dienste aufmerksam macht. Bei Nico Zorn war es auch so. Erst wenige Tage nach dem Kommentar erkannte er, dass Frau Schwarzmaler sich in diversen Blogs verewigt hat - etwa hier, hier und hier. [...]

  7. MiFoMM » Qype - Ein Zeichen des neuen Aufbruchs? meint:

    [...] weitere Artikel zu Qype: CIO Weblog: Qype: Noch eine lokale Suche, aber mit sozialem Netzwerk Fischmarkt: Echtes Web 2.0 aus deutschen Landen iBlog: GelbeSeiten und GoYellow sind viel toller als die Social-Software-Schmuddelkinder nicozorn.com: Web 2.0 made in Germany: Qype openBlog: QYPE - Quote Your Personal Experience! Telagon Sichelputzer: Qype themenblog: Exklusiv auf Themenblog: Mark Pohlmann betreut PR von Qype themenblog: FAZ über Qype Alle Artikel zu: Dienste , Qype , Web 2.0 , Webdienste   [...]

Einen Kommentar hinterlassen

XHTML: Du kannst folgende Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>