Ein paar Links
Ein paar Links der letzten Tage aus meinem del.icio.us-Account (RSS):
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Mit Peakvert ist vor einigen Tagen ein neues deutschsprachiges Werbenetzwerk an den Start gegangen. Die Werbemittel erinnern stark an die „eMini Malls“ von Chitika, die bislang noch immer nicht für deutschsprachige Websites zur Verfügung stehen. Es handelt sich also um interaktive Anzeigen, die innerhalb des Werbemittels mittels Karteireitern neben dem Preis und Produktfoto auch laufende Auktionen und eine Suchfunktion anbieten (siehe Beispielgrafik oder Demo auf peakvert.de).
Diese interaktive Form der Banner finde ich spannend, da sie für den Interessenten einen echten Mehrwert bieten kann.Publisher können aus aktuell 10 Anzeigenformaten auswählen und die Farben der Anzeigen beliebig konfigurieren. Anschließend muss nur noch eine passende Anzeigen-Kategorie ausgewählt und die gewünschten Anzeigen mittels Keywords definiert werden. Für eine übersichtlichere Auswertung stehen ähnlich wie bei AdSense Channels zur Verfügung. Die Vergütung erfolgt pro Klick.
Ich habe Peakvert mal einen kurzen Test unterzogen. Die Anmeldung und Freischaltung funktionierte reibungslos und schnell. Auch die Konfiguration der Anzeigen klappte einwandfrei. Die Auswahl der Werbepartner scheint – zumindest bei den von mir definierten Keywords – noch recht überschaubar zu sein, was sich aber sicherlich in den nächsten Tagen und Wochen ändern wird. Die Anzeigen richten sich wie oben bereits geschrieben nicht nach dem Content auf der Seite, sondern nach den vorab definierten Keywords. Peakvert scannt nur dann den Inhalt der Seite, wenn keine Keywords definiert wurden. Diese Variante hat zum Beispiel den Vorteil, dass nicht Anzeigen für „Urlaub in Amerika“ ausgeliefert werden, wenn man ein Blogposting zum Thema „Online-Marketing in den USA“ veröffentlicht.
Empfehlenswert ist Peakvert meiner Meinung nach insbesondere für Blogger oder Webmaster, die regelmäßig über Produkte schreiben. Spannend fände ich es, wenn Peakvert CpC und CpX kombinieren würden, d.h. einen Mix aus Vergütung pro Klick und Vergütung pro Bestellung anbieten würde – das wäre ein klarer Vorteil gegenüber AdSense.
Weitere Infos und Meinungen zu Peakvert gibt es bei Robert Basic und bei den Internetmarketing-News.
www.peakvert.de
Nachtrag: Ecato hat Anfang September eine vergleichbare Lösung gestartet: www.ecato.com/de/partner/
Falls Ihr noch TV guckt Falls Ihr noch jemanden kennt, der TV guckt:
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann, hat die Abgeordneten des EU Parlaments aufgefordert, sich beim Novellieren der EU Fernsehrichtlinie für eine komplette Liberalisierung der Werbezeiten bei gleichzeitiger Ablehnung von Produktplatzierungen einzusetzen. “Wenn die derzeitigen starren Beschränkungen bei der Werbezeit auf 12 Minuten je Stunde und das grundsätzliche Verbot, Einzelwerbespots zu senden, nicht abgeschafft oder zumindest abgemildert werden, sehe ich unsere Rundfunkveranstalter im Wettbewerb mit den Abrufdiensten als erheblich benachteiligt an”, schrieb Neumann an die Abgeordneten. Anders als viele Verbraucherschützer befürchtet er keine Überflutung mit Werbung, die Zuschauer würden “dies zu verhindern wissen”.
heise.de: Fernsehen soll mehr werben dürfen
Fernsehen heute: Billig produzierter Müll, unterbrochen von nerviger Werbung, ätzenden Call-In Gewinnspielen, Sponsorings und Split-Screens. Fernsehen morgen: Nervige Werbung, ätzende Call-In Gewinnspiele, Sponsorings und Split-Screens, unterbrochen von billig produziertem Müll.
Heiko Hebig berichtet vom Web 2.0 Kongress, der vom 9. bis zum 12. Oktober 2006 in Offenbach stattfand:
It took Otto more than two years of internal discussions to decide on whether or not to allow users to submit product ratings to the shopping site.
Warum sollte Otto.de auch User-Reviews anbieten? Die gibt’s doch schon bei Amazon.
…kommt von Jochen Krisch, Exciting Commerce:
Das gerade angekündigte Venice Video und TV Projekt der Skype-Gründer dürfte nicht nur TV-Stationen, sondern auch zentrale Video-Dienste wie YouTube oder MyVideo hellhörig werden lassen, da es den ersten Aussagen zufolge komplett auf dezentrale, verteilte Strukturen setzen will .
Was die Peer-to-Peer-Dienste Napster/KaZaa im Musik- und Skype im Telekom-Bereich vorgemacht haben, soll künftig den Video- und TV-Bereich revolutionieren (Berichte u.a. bei BasicThinking, B2Day).
Über das “Venice Project” hatte ich vor einiger Zeit auch auf werbeanzeige.de eine Meldung veröffentlicht: Skype-Erfinder entwickeln TV-Portal
Permission Marketing im TV gibt es jetzt auch in Deutschland:
Daneben gibt es auch Werbung auf Abruf – zum ersten Mal im Fernsehen. Der Nutzer kann sich Testberichte über Produkte ansehen, Unternehmensfilme oder das Making-of eines Werbespots. Der Werbekunde zahlt für jeden Abruf 65 Cents.
eMarket: Werbevermarktung von Maxdome startet
Was ich allerdings merkwürdig finde: Laut dem Artikel können Werbekunden bei Maxdome auch Opener und Closer bei den US-Serien ‘Lost’ und ‘Desperate Housewives’ schalten. Ähm. Die Serien kosten 1,49 Euro pro Folge. Werbefinanzierter Premium-Content – ob das so funktioniert?
hypediss is the place where you can submit your favorite stories, hype or diss the stories to the top, and comment on anything you like. Since hypedisse’s content is user-driven, it is up to YOU to contribute. It´s the place to love and hate, make friends or enemies.
Der inhaltliche Schwerpunkt scheint (zumindest bislang) auf Mode-Produkte und Trendartikel zu liegen. trnd.com ist bereits seit einiger Zeit mit einer ähnlichen Idee online: toptrnd
Gelangweilt vom Feiertags-TV? Hier gibt es eine Alternative: Eine einstündige Keynote von Chris Anderson mit dem Titel “The Long Tail – Who needs megahits?”
Chris Anderson ist Autor des Buchs “The Long Tail”.
Die brand eins hat diesen Monat einen Artikel zur “Werbung 2.0″ veröffentlicht, der leider ziemlich merkwürdig ist. Der Autor Ralf Grauel ist unter anderem der Meinung, dass sich die Web 2.0-Communities schon bald “Redaktionen zulegen und die Mehrheit der Nutzer wieder vorsortierte, kategorisierte Inhalte konsumiert”. Warum sie das tun werden schreibt Herr Grauel leider nicht. Ich persönlich finde Tags zum Beispiel wesentlich praktischer und spannender als kategorisierte, vorsortierte Inhalte, aber nun gut. Weiter im Text:
Dann nämlich wird es wieder jede Menge Banner, Pop-Ups und animierte Anzeigenfelder geben, so wie wir sie heute schon kennen. Der Unterschied wird sein, dass sich die neue Werbung weniger nach den Anzeigenumfeldern richtet als nach unserem Verhalten.
Nun ist Behavioral Targeting nicht gerade eine Revolution und warum man dafür eine Redaktion oder vorsortierte Inhalte braucht, ist mir nicht klar. Lässt sich auf aufgrund des Nutzerverhaltens auf del.icio.us oder digg.com nicht auch oder noch viel besser auf die Interessen des Users schließen?
Eine “neue Formen der Anzeigenabrechnung” hat der Autor ebenfalls ausgemacht: Affiliate Marketing! Und mit den Tausenden Partner-Websites der Affiliate-Netzwerke, die – wie uns der Autor aufklärt – in Wirklichkeit “so was wie digitale Drückerkolonnen sind” – soll “ein zweites Netz entstehen, das von Anzeigen, Bannern, Marken-Weblogs und Pseudo-URLs nur so wimmelt.” Gegen Ende des Artikels wird es noch gefährlicher, denn die Anzeigen reagieren vollautomatisiert auf “Schlüsselbegriffe in den redaktionellen Feldern und kletten sich an die Milliarden Web-Seiten, die wir täglich anfordern”. Und so endet der Text dann auch mit einer deutlichen Warnung:
Aber Vorsicht! Jeder, der nun auf die Idee kommt, in eines dieser Partnerprogramme einzusteigen, vielleicht einen Online-Kiosk aufzumachen und dort Produkte, lustige Gimmicks oder heiße Tickets zu verkaufen, dem sei nahe gelegt, sich vielleicht erst mal bei Myspace anzumelden, ein paar nette Menschen kennenzulernen und mit selbst gedrehten Filmchen oder anderen schönen Sachen, die man ohne Geld tauschen kann, ein paar Trockenübungen zu machen.
brand eins 10/2006: Marketing-Kolumne: Werbung 2.0
Wer dieses Blog schon länger liest weiß, dass ich immer wieder gerne Lobeshymnen auf brand eins veröffentliche, da das Magazin in der Regel viele spannende und interessante Berichte enthält. Dieser Artikel gehört leider nicht dazu – schade, denn das Thema ist grundsätzlich spannend.