PBwiki.com: Out of the Box Wiki

PBwiki.com ist ein kostenloser Dienst, bei dem man sich mit wenigen Klicks ein eigenes Wiki einrichten kann. Das ist jetzt keine Sensation, aber trotzdem verdammt praktisch und ziemlich gut umgesetzt. Auf Wunsch lässt sich das Wiki auch mit einem Passwortschutz versehen. Ich nutze den Dienst gerade um mit ein paar Freunden eine Silvesterparty zu organisieren und es funktioniert einwandfrei. Kostenpflichtige Premium-Versionen gibt es auch, die Basic-Variante sollte aber für die meisten Einsatzgebiete vollkommen ausreichen.

www.pbwiki.com

Web 2.0: Spot-Downloads und Wallpaper?

Medienhandbuch.de hat ein Interview mit Boris Malvinsky, Chefberater kempertrautmann, zur aktuellen Mediamarkt-Kampagne geführt. Interessant ist folgender Abschnitt:

medienhandbuch.de:

Web 2.0 Maßnahmen und Virales Marketing sind in aller Munde. Bietet hier die Kampagne etwas Konkretes an?

Boris Malvinsky:
Unter www.mediamarkt.de steht eine Auswahl an Spots (TV und Funk) zum Download bereit, außerdem verschiedene Handy- und Computer Wallpaper-Motive.

Eine schöne Antwort darauf hat Martin Oetting:

Aha. Mit dem Web 2.0 geht man einfach um, indem man Downloads und Wallpapers anbietet. Uiui. Da ist aber noch viel Aufholbedarf. Vielleicht kurz als Erinnerung an Herr Mavinsky und alle anderen, die so denken: Web 2.0 heißt, dass “der Konsument” die Kontrolle über teilweise sehr reichweitenstarke Aspekte der Medienlandschaft übernimmt und sich nicht mehr von den Massenwerbern vorschreiben lässt, welche Marke cool ist, und wo man einkaufen muss. Wer glaubt, solche Leute mit ein paar digitalen Goodies abspeisen zu können, liegt höchstwahrscheinlich falsch.

Das Zitat des Tages

“Das Internet? Gibts diesen Blödsinn immer noch?” (Homer Simpson)

Ja, Homer. Mittlerweile sogar in Version 2.0.

Relaunch bei iBusiness

iBusiness ist ein wie ich finde ziemlich gelungenes (kostenpflichtiges) Onlineangebot für die Online-Branche. Das Layout sah bislang allerdings ziemlich altbacken aus, weshalb es Zeit für einen Relaunch wurde – der ist jetzt auch erfolgt und seit einigen Tagen gibt es iBusiness.de optisch aufgefrischt, übersichtlicher und ansprechender:

Relaunch: iBusiness.de

IWK 2006: Eindrücke vom zweiten Tag

Hier nun wie angekündigt ein Bericht zum zweiten Tag des Internet World Kongress am 26. Oktober 2006 in München.

Es ging los mit dem Panel „Neuer Content für die User, von den Usern“. Tommi Brem von Dorten und einer der Köpfe des Companice-Blogs hat einen herausragenden Vortrag über Chancen und Potentiale im Web 2.0 gehalten. Herausragend war nicht nur der Inhalt, sondern auch die Form: Keine „zugeballerten“ Folien, sondern auf das Wesentliche reduziert und sehr schlicht in der Gestaltung – so gute Präsentationen sieht man leider selten.

Powerpoint-Präsentationen sind ohnehin ein spannendes Thema, aber dazu ein andermal mehr. Neben der Theorie gab es auch einige von Dorten realisierte Praxisbeispiele, zum Beispiel euro.de/europatraum (“Dein Traum von Europa”) und die Frosta-Kampagne konsequent.de (Infos dazu bei Björn Ognibeni). Tommis Empfehlung:

Also: Wenn es passt, relevant ist und Sie es sich leisten können, dann sollten Sie unter Beachtung von Relevanz, Authentizität, Offenheit, Engagement und Edge überlegen, wie Sie Web 2.0 verwenden, infizieren, adaptieren oder weiterentwickeln können.

Schön formuliert, oder? ;-)

Weitere ebenfalls überzeugende Vorträge folgten von Matthias Berger, Managing Partner, Berger Baader Hermes und Stefan Kellner, Gründer von Plazes.com. Matthias Berger schockte die Anwesenden mit Fotos von vergewaltigen Barbies und SM-Ponies – ein gewagter, aber durchaus kreativer Einstieg in das Thema User generierte Inhalte ;-) Eines seiner Praxisbeispiele: TVmovie.de – immerhin die „härteste Filmredaktion Europas“ – kombiniert die Rezensionen neuerdings mit Leserurteilen. Das ist keine Innovation, aber für ein Verlagshaus (man munkelt ja, dass die häufig ziemlich konservativ sind) ein recht mutiger Schritt – immerhin können die Leser/innen jetzt ein völlig anderes Urteil treffen als die härteste Filmredaktion Europas.

Stefan Kellner hat in seinem Vortrag die Motivation der User von Web 2.0-Plattformen betrachtet. Seine These: User sind faul und egoistisch. Beispiel del.icio.us: User haben kein Interesse ein umfassendes Web-Verzeichnis aufzubauen, sondern wollen in erster Linie ihre eigenen Bookmarks komfortabel verwalten – die daraus entstehende Folksonomy ist nur ein Nebeneffekt. Seine Empfehlungen:

“Verlange keine Umwege”: z.B. Einbindung von flickr-Fotos anbieten, wenn es um die Verwaltung von Fotos geht.
“Sei kein Besserwisser”: Vorsicht mit Zensur von User generierten Inhalten
“Halte Dich zurück”: Der User ist der Star. Das Unternehmen der Manager, der am Bühnenrand steht.
“Verlange keinen Picasso”: Das ist glaube ich selbsterklärend ;-)

Weiter ging es mit einem Panel zum Thema User-getriebene Shopping-Modelle. Vorträge gab es von Rob Nikowitsch, Geschäftsführer von der trnd GmbH, Gerald Heydenreich, BuyVIP.de und Gerald Schönbucher, Geschäftsführer bei der HitFlip Media Trading GmbH. Als Gast war außerdem noch „Mister Wong“ Christian Clawien von der construktiv GmbH anwesend, weshalb sich das Ganze zu einem netten kleinen Bloggergipfel entwickelte, der hier fotografisch dokumentiert ist ;-) Die Vorträge waren ebenfalls interessant, insbesondere Robs Vortrag zum Thema Mundpropaganda inklusive interessanten Einblicken in trnd.com war klasse.

Ansonsten gab es jede Menge Gelegenheiten zum Networking, die ich insbesondere am Nachmittag intensiv genutzt habe. Außerdem habe ich für mich mal wieder die Erkenntnis mitgenommen, das Web 2.0 (oder wie auch immer man die aktuellen Trends betitelt) für viele Gäste nach wie vor ein ziemlich neues Thema ist und sich in die (teilweise vorhandene) Euphorie vor allem ganz viele Fragezeichen mischen. O-Ton: „Blogs? Sie meinen Logfiles?“

Meine Review des ersten Kongresstags.

www.internetworld-messe.de

Social Search am Horizont

iMedia Connection hat einen netten Artikel über das Thema Social Search veröffentlicht. Das Thema ist insbesondere mit Blick auf den kürzlich vorgestellten Google-Dienst “Google Co-op” spannend, mit dem jeder “seine” eigene Suchmaschine bauen kann. In dem Text findet sich auch ein netter Satz zum Thema Kontrolle über die eigene Marke:

Control is an illusion perpetuated by infantile egomaniacs, someone once said.

So. Diesen Satz dürfen sich die Old-School Marketer jetzt ausschneiden und übers Bett kleben. Das Fazit des Artikels:

While social search technologies are advancing quickly, these technologies will not reach critical mass before consumers take their own route to determining relevance and finding information about your brand.

In the short term, conversational marketing practices and reputation management applications for your brand have to be increased. Keeping an eye on what people are saying and even helping them along with the conversation is paramount to keeping your brand in good standing.

iMediaconnection.com: Social Search Goes Supernova 

Das Wachstum der Blogosphäre

Wachstum der Blogosphäre

Via Nico Lumma / Google Blogoscoped: Blog Growth / Searchblog)