B2B E-Commerce: Wachstum ohne Google

Auch das gibt es: Unternehmen, die nach einem Google-Update nicht panisch nach der Politik rufen, sondern sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und so Wachstum generieren:

„Mercateo, der führende deutsche B2B-Marktplatz, wurde von Google im Rahmen der diversen Algorithmus-Updates massiv abgestraft. Die Antwort der Münchener war – anders als bei vielen B2C-Unternehmen – gerade nicht, Googles Vorgaben noch mehr zu entsprechen.

Stattdessen konzentrierte sich Mercateo auf die Verbesserung seiner Kernkompetenz: Der Erleichterung des Sourcing-Prozesses durch bessere Integration von physischen und zunehmend auch Dienstleistungs-Angeboten. IT-Kompetenz im Sinne des Kunden, nicht des Intermediärs.

Heute, so Mercateo-Gründer Sebastian Wieser auf dem Executive Summit im Dezember 2014, ist Mercateo von Google unabhängig und plant dennoch ein deutlich zweistelliges jährliches Wachstum.“

bevh Blog: Beißt sich Amazon am B2B die Zähne aus?

 

Onsite-Search: Wie Sie mit einem optimierten Suchformular die Conversion Rate erhöhen

Nutzer der Onsite-Suchfunktion haben ein konkretes Interesse, beziehungsweise eine hohe Kaufbereitschaft – laut MarketingSherpa konvertieren sie dreimal häufiger als die Nutzer, die lediglich „browsen“.

Darüber hinaus liefert Ihnen die Onsite-Search jeden Tag wichtige Customer Insights:

  • Welche Themen / Produkte werden aktuell nachgefragt?
  • Steigt oder sinkt das Interesse?
  • Welche „Sprache“ spricht meine Zielgruppe?
  • Entspricht das Sortiment den Bedürfnissen der Besucher?

Nutzen Sie bereits Ihr Webanalyse-System, um Ihre Onsite-Search auszuwerten? Das Tracking lässt sich in der Regel innerhalb weniger Minuten einrichten (hier finden Sie eine Anleitung für Google Analytics).

Prüfen Sie doch anschließend, ob Sie die Conversion Rate mit den folgenden Empfehlungen für die Optimierung des Onsite-Suchformulars erhöhen können.

Prominente und erwartungskonforme Platzierung

Achten Sie auf eine aufmerksamkeitstarke Visualisierung und eine erwartungskonforme Platzierung der Suchbox. Nutzer erwarten das Formular im oberen Bereich, rechts oder mittig. Längere Formularfelder führen erfahrungsgemäß zu längeren – und damit präziseren – Suchanfragen.  Achten Sie zudem auf eine deutliche Abgrenzung zu anderen Formularen, wie beispielsweise dem Login-Formular.

Mittig im oberen Bereich: Erwartungskonforme Platzierung des Suchformulars auf Computeruniverse.net

Eindeutige Buttonbeschriftung und -visualisierung

Beschriften Sie den Button mit dem Text „Suchen“  oder verwenden Sie ein Lupensymbol, um die Suchfunktion eindeutig zu kennzeichnen. Natürlich sind auch die Farbe und Größe des Buttons relevant: Mit der richtigen Farbwahl und einer ausreichenden Größe erleichtern Sie Ihren Besuchern das Auffinden der Suchfunktion.

Für den Suchbutton auf Home24.de wurde eine aufmerksamkeitsstarke Farbe gewählt. Die eindeutige Beschriftung und das Icon erleichtern zusätzlich das schnelle Auffinden der Suchfunktion.

Nutzung der Eingabetaste ermöglichen

Ermöglichen Sie den Besuchern, das Suchformular nicht nur mit einem Klick auf den entsprechenden Button, sondern auch mit der Eingabetaste (Return) abzuschicken.

Cursor automatisch im Suchformular platzieren

Setzen Sie den Cursor beim Seitenaufruf automatisch in das Suchformular, damit der Nutzer seine Suche unmittelbar starten kann und nicht erst in das Suchformular klicken muss (Anleitung).

Autovervollständigung integrieren

Eine „Autocomplete“ Funktion, die bereits während der Eingabe erste Suchtreffer anzeigt, beschleunigt den Suchprozess und kann fehlerhafte Eingaben (Tipp- oder Rechtschreibfehler) reduzieren.

Die Autocomplete-Funktion auf Conrad.de zeigt während der Eingabe Suchvorschläge, Kategorievorschläge und Produktvorschläge an.

Text innerhalb der Suchbox nutzen

Mit einem Suchvorschlägen innerhalb des Formularfelds („Suchbegriff eingeben, z.B. Gartenmöbel“) können Sie die gegebenenfalls die Nutzung der Suchfunktion erhöhen und Impulskäufe stimulieren. Der Text sollte allerdings automatisch gelöscht werden, sobald in das Formularfeld geklickt wird.

Eine weitere Option: Nutzen Sie den Text, um die Größe Ihres Sortiments zu kommunizieren und signalisieren Sie damit dem Besucher, dass er in dem Shop bestimmt das gewünschte Produkt findet.

Wonach soll ich suchen? Das Suchformular von Jochen-Schweizer.de enthält Vorschläge.

Der Text auf Rakuten.de signalisiert, dass sich die Suche lohnt – bei 15.8 Millionen Produkten ist sicherlich das gewünschte Produkt dabei.

Kategoriefilter anbieten

Unter Umständen – insbesondere bei einem sehr großen Sortiment – ist die Integration eines Filters in Form eines Drop Downs sinnvoll, mit dem der Nutzer gezielt eine Kategorie durchsuchen kann.

Der Kategoriefilter auf Walmart.com ermöglicht eine präzisere Suche.

Diese Funktion kann allerdings auch ein Usabilityproblem darstellen, da sich viele Produkte in mehrere Kategorien einordnen lassen und somit unter Umständen eine 0-Trefferseite angezeigt wird, obwohl das gesuchte Produkt tatsächlich vorhanden ist.

Mögliche Lösungsansätze sind hier die Einordnung der Produkte in mehrere Kategorien oder eine Suchergebnisseite, auf der neben der ausgewählten Kategorie (optisch getrennt) auch die Ergebnisse aus den weiteren Kategorien angezeigt werden.

Warum zeigen die Schuhspitzen nach links? Conversion Rate Optimierung bei Zalando

RP Online hat ein kurzweiliges Interview mit dem Zalando Gründer Robert Gentz geführt. Eine Anekdote steht dabei sinnbildlich für die Herausforderungen, vor denen der Handel heutzutage steht: Während Unternehmen wie Zalando bereits die Ausrichtung der Schuhspitzen auf den Produktfotos testen, begnügt man sich andernorts alle paar Jahre mit einem Relaunch des Online-Shops…

Zalando hat den Ruf, extrem datenorientiert zu arbeiten. Stimmt es, dass Schuhspitzen auf Fotos bei Zalando nach links zeigen, weil sich die Schuhe dann besser verkaufen?

Gentz: Das stimmt, wir testen unheimlich viel. Irgendwann haben wir ausprobiert, wie der Schuh am besten fotografiert werden muss – von oben, von links oder von rechts? Die Ergebnisse lassen sich ja im Internet einfach messen. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Schuhe minimal besser verkaufen, wenn die Spitze nach links zeigt. Deswegen machen wir das bis heute so.

Interview mit Robert Gentz: Zalando will Pakete innerhalb von 30 Minuten liefern

Foto: Zalando

Neuromarketing: Grundlagen, Methoden und Anwendungsmoglichkeiten (Workshop-Slides)

Das Thema Neuromarketing wurde vor einigen Jahren kontrovers diskutiert: Von einem „geheimem Kundenfang“ und einem „Kauf-mich Knopf im Gehirn“ war die Rede und entsprechend groß die Schlagzeilen. Mittlerweile haben sich Presse und Verbraucherschützer wieder etwas beruhigt und es herrscht weitgehender Konsens darüber, dass es den geheimen Kauf-Knopf nun doch nicht gibt.

Wer Neuromarketing als Hype abhakt, verschenkt jedoch gewaltiges Potenzial: Die Hinforschung liefert wertvolle Erkenntnisse und Impulse für das Marketing. Im Rahmen von Workshops erörtern wir, wie Unternehmen iese Erkenntnisse im (Internet-) Marketing anwenden können. Als Leser/in des ConversionBlog erhalten Sie jetzt einen exklusiven Einblick in das Workshopmaterial: Rund 70 Folien aus unserem Neuromarketing-Workshop mit Grundlagen, Methoden, Anwendungsmöglichkeiten und – beispielen.

Möchten Sie mehr über Neuromarketing erfahren oder einen Workshop in Ihrem Hause durchführen? Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören!

Workshopmaterial: Neuromarketing Grundlagen, Best Practices und Anwendungsmöglichkeiten

Die Agenda:

  1. Grundlagen des Neuromarketing
  2. Methoden der Neuromarketing-Forschung
  3. Neuromarketing und Kaufentscheidungen
  4. Die Wirkung von Codes
  5. Neuromarketing in der Marketingpraxis
  6. Fazit und Ausblick
  7. Anhang