Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen traditionellen Jahresrückblick in Form von Produktempfehlungen, wobei es 2012 nur ein neues Produkt in die Auswahl geschafft hat: Der eReader Amazon Kindle Paperwhite.
Der Reader kostet 129 Euro und bietet ein beleuchtetes E-Ink Display, das im Gegensatz zu dem Vorgängermodell nicht mehr nach einem grauen Recyclingpapier aussieht, sondern stattdessen richtig schön weiß ist.
Die Bedienung mittels Touchscreen ist gut gelöst und neuer Lesestoff wird bequem via WLAN auf das Gerät geladen. Alternativ gibt es auch eine Variante mit 3G, die passenderweise Kindle Paperwhite 3G heißt und 189 Euro kostet. Wer ein Smartphone mit Tethering-Funktion hat (z.B. Apple iPhone oder Android Gerät), kann sich den Aufpreis für die 3G-Version sparen und stattdessen bei Bedarf mit seinem Smartphone ein WLAN-Netz einrichten um neue Bücher zu laden.
Warum braucht man das?
Wer ohnehin gerne und viel liest, wird mit dem Kindle noch mehr lesen – zum Beispiel, weil man in den Urlaub eine beliebig große Anzahl an Büchern mitnehmen kann, ohne dafür einen weiteren Koffer mitschleppen zu müssen. Der Text wird auf dem Display wirklich gestochen scharf dargestellt und ist sehr angenehm zu lesen.
Richtig praktisch finde ich die Tatsache, dass man auf sämtliche E-Books auch mit der Mac OS oder iOS App zugreifen kann. So kann man im Büro beispielsweise schnell mittels Suchfunktion eine bestimmte Passage in einem Fachbuch wiederfinden oder geräteübergreifend die Textmarkerfunktion nutzen.
Gibt es einen Haken?
Wer einen Kindle Paperwhite bestellen möchte, muss sich leider auf eine längere Wartezeit einrichten – aktuell ist der Reader nämlich ausverkauft. Außerdem ist der Kindle nur mit dem eBook-Store von Amazon kompatibel, der aber erfreulicheise eine sehr große Auswahl an Büchern bietet.
Der traditionelle Jahresrückblick findet natürlich auch in diesem Blog statt – in Form von drei Produktempfehlungen, die sich in den vergangenen Monaten als sinnvolle Anschaffung herausgestellt haben.
Eye-Fi Connect X2: Speicherkarte mit WLAN (84,99 Euro)
Mit den Speicherkarten von Eye-Fi kann (fast) jede Digitalkamera nachträglich mit WLAN nachgerüstet werden. Anschließend werden neue Fotos automatisch und drahtlos auf den eigenen Computer übertragen. Unbedingt notwendig ist so eine Karte zwar nicht, praktisch ist sie aber durchaus.
Dirt Devil Evo: Ein Wischroboter (249,82 Euro)
Am Anfang war ich skeptisch, aber dieses Ding funktioniert tatsächlich. Der Dirt Devil Evo eignet sich für den Einsatz auf Laminat und Fliesen und sorgt automatisch für einen saubaren Boden.
Fujitsu ScanSnap S1300: Praktischer Dokumentenscanner (274,89 Euro)
Anhänger des “papierlosen Büros” werden mit dem ScanSnap glücklich. Mit dem Gerät lassen sich auch kleinere Belege oder Papierstapel (bis zu 15 Blatt) schnell und zuverlässig digitalisieren und auf Wunsch direkt in Evernote ablegen. Mit rund 270 Euro ist das Ding leider recht teuer.
Die Tasche ist für rund 20 Euro bei Amazon erhältlich, hochwertig verarbeitet und sieht schick aus. Die Adore June Business iPad Tasche ist mit einem Klettverschluss ausgestattet, Euer iPad kann also beim Herausnehmen nicht zerkratzen.
Ein sehr praktischer Nebeneffekt: Da die Tasche mit weichem Polarfleece gefüttert ist, wird das Display des iPad in der Tasche (bzw. beim Herausziehen) fast automatisch von Fingerabdrücken gereinigt.
Seit Ende Juli spiele ich mit dem Apple iPad herum und obwohl es im Netz nun wahrlich nicht an Testberichten mangelt, nachfolgend trotzdem mein subjektiver Eindruck – insbesondere mit Blick auf die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird: Wofür braucht man sowas?
Seitdem ich das iPad habe, hat sich meine Arbeitsweise ein wenig geändert. Ich lese tagsüber kaum noch Artikel oder Blogpostings, sondern speichere interessante Fundstücke mit Read it Later, um sie am Abend in Ruhe auf dem iPad zu lesen.
Praktisch finde ich das iPad deshalb, weil es “das Internet auf den Wohnzimmertisch” holt. Das Gerät ist ideal, um schnell etwas nachzuschlagen, Gästen ein Youtube-Video zu zeigen oder um ein paar Runden zu Spielen.
Sinnvoll ist das iPad auch im Zusammenspiel mit dem neuen Apple TV, da der Tablet PC (genau wie das iPhone) als Fernbedienung für die Set Top Box genutzt werden kann. Die Steuerung funktioniert einwandfrei und schicker als Sonys neue Google TV Fernbedienung ist das Ganze sowieso :-)
Nachteile gibt es natürlich auch: Aktuell unterstützt das iPad noch kein Multitasking (wird mit dem nächsten Firmware Update nachgeliefert), auf dem Display sammeln sich sehr schnell Fingerabdrücke und Flash wird natürlich nicht unterstützt.
Trotzdem: Das iPad macht Spaß! Mittlerweile könnte es sich aber lohnen auf das nächste Update zu warten, das sicherlich wie das iPhone 4 mit einem “Retina Display” ausgestattet wird.
Aber wer braucht denn nun wirklich ein iPad? Die klare Antwort: Ein iPad braucht kein Mensch. Aber wer eines hat, kann es gut gebrauchen – und damit eine Menge Spaß haben.
Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich die “richtige” Tastatur gefunden habe, denn irgendas war mit den Dingern immer: Zu laut, komischer Anschlag oder aber ich hatte nach einigen Tagen die ersten Buchstaben erfolgreich entwurzelt…
Seit einiger Zeit tippe ich jetzt auf der Logitech Illuminated rum und bin begeistert: Super Tippgefühl, absolut leise, hervorragende Verarbeitung, sehr schickes und flaches Design und dann auch noch eine nette weiße Hintergrundbeleuchtung, die an die Tastatur des MacBook Pro erinnert. Der Spaß hat mit rund 65 Euro zwar einen stolzen Prei, ich denke aber, dass das Geld gut angelegt ist. Letztendlich habe ich sogar das Gefühl, dass ich mit der Tastatur deutlich schneller tippen kann – ein wie ich finde tolles Argument, um den Kauf zu rechtfertigen ;-)
Nachfolgend noch ein Test der Logitech Illuminated als Video:
Seit einigen Tagen nutze ich jetzt das Palm Pre (Disclosure: O2 hat mir freundlicherweise ein Gerät zur Verfügung gestellt) und um es gleich vorwegzunehmen: Das Pre ist endlich eine vernünftige Alternative zum iPhone, auch wenn das Gerät noch nicht perfekt ist.
Kurz zu den Fakten: 3,1 Zoll großes Multitouch-Display, nach unten ausklappbare QWERTZ-Tastatur, 8 GB Speicher, WLAN, Lagesensor, 3 Megapixel Digitalkamera und vor allem: Multitasking! Das Pre kann mehrere Programme parallel ausführen und macht das sogar äußerst elegangt: Laufende Programme werden als “Karte” ausgeführt. Mit einem Druck auf die mittlere Taste gelangt man zur Übersicht aller Karten. Anschließend kann man mit einem Fingerwisch zwischen den Karten wechseln, mit einem Tippen das jeweilige Programm aktivieren oder mit einem Fingerwisch nach oben das Programm schließen. Das klingt jetzt möglicherweise kompliziert, ist es aber nicht – im Gegenteil, die Bedienung des Pre macht richtig Spaß.
Getestet und für gut befunden: Mit dem seit einigen Wochen erhältlichen Navigon iPhone App “Mobile Navigator” lässt sich Apples iPhone praktischerweise als Navigationsgerät einsetzen.
Eine Auswahl einiger Features:
2D und 3D Kartendarstellung im Hoch- und Querformat
Sprachansagen inkl. Text-to-Speech (Namen von Straßen und Ausfahrten werden vorgelesen)
Reality View Pro (reale Darstellung von Autobahnkreuzen und Autobahnausfahrten)
Parallel zur Navigation kann Musik gehört werden, die während der Srpachansagen automatisch leiser wird. Die Musikauswahl erfolgt direkt aus dem Programm heraus (Navigon nennt das “Integrated iPod Control”).
Fahrspurassistent Pro und reale Beschilderungsanzeige
Tag-& Nacht-Modus mit automatischer Umstellung
Zugriff und Navigation zu den im iPhone gespeicherten Kontaktadressen
Einige Anwender berichten im Web über Probleme mit dem GPS-Signal, bei meinen Fahrten hat die Navigation aber bislang immer einwandfrei geklappt. Informationen zur aktuellen Verkehrslage (Stauwarner) fehlen bislang, Navigon hat aber angekündigt, in Kürze den Dienst Navigon Traffic Live gegen Aufpreis für die iPhone Version anzubieten.
Leider kann man während der Navigation nicht telefonieren, d.h. die Routenführung wird für das Telefonat unterbrochen, anschließend aber immerhin automatisch fortgesetzt. Außerdem saugt die Navigation natürlich den Akku leer, d.h. ein Kfz-Ladekabel ist unbedingt empfehlenswert.
Apples iPhone 3G sieht ziemlich gut aus, hat ein brilliantes Display und eine wunderbare GUI – gar keine Frage. Trotzdem wird mein nächstes Handy das Nokia e71 sein, denn beim genaueren Hinsehen hat das iPhone einige Macken und Nachteile, die – zumindest für mich – Ausschlusskriterien sind:
Keine Tastatur
Ja klar, das ist ein Totschlagargument, aber ich nutze mein Handy mittlerweile mehr zum Mailen als zum Telefonieren und mit der reinen Touchscreen-Tastatur kann ich mich bislang einfach nicht anfreunden. Hinzu kommt, dass das iPhone eine extrem merkwürdige Autoverfollständigung hat, die man auch mit der aktuellen Firmware-Version nicht deaktivieren kann. Und: Die virtuelle Tastatur kann man nicht in allen Anwendungen in das (bequemere) Querformat drehen
Kein echtes Multitasking
Zuerst wollte ich es nicht glauben und nachvollziehen kann ich es bis heute nicht. Funktioniert das wirklich nicht?
Keine Synchronisation mit den Outlook-Aufgaben
Richtig problemlos funktioniert das zwar nur mit Windows Mobile, aber mit der aktuellen Version von Nokias Mail for Exchange funktioniert der Abgleich (bis auf die Kategorien) ebenfalls. Bislang habe ich keine Möglichkeit gefunden, um Outlook-Aufgaben via Exchange mit einem iPhone zu synchronisieren.
Probleme mit dem UMTS-Empfang
Natürlich kann man davon ausgehen hoffen, dass dieses Problem bald gefixt wird – wenn es sich aber tatsächlich um einen Hardware-Fehler handelt, wird die Sache etwas komplizierter…
Dann doch lieber das Nokia E71 und einen iPod Touch ;-)
Die Firma Eye-Fi bietet eine 2 GB große SD-Speicherkarte mit interner WiFi-Verbindung an. Eye-Fi Wireless SD-Card Die Speicherkarte funktioniert als normaler Datenspeicher, aber der Cluo ist, dass die Daten gleich an PC/Mac oder eine Foto-Sharing-Site wie Flickr, photobucket, webshots und viele Andere gesendet werden kann. (dslrguide: Wireless SD-Speicherkarte)
Das hier ist das private Weblog von Nico Zorn (XING). Ich bin Mitgründer der Unternehmensberatung Saphiron GmbH und schreibe in diesem Blog über Trends im (Internet-) Marketing. Und sowas.