Kategorie-Archiv: Medien

Was macht eigentlich… Paid Content?

Nichts mehr. Auch nicht mehr beim Spiegel Online.

DRM am Ende?

Wired nennt in einem Artikel zum Thema Digital Rights Management (DRM) sieben Gründe, warum MP3-Dateien ohne Kopierschutz die Zukunft des Musikvertriebs sind, die ich gekürzt wiedergebe:

1. The labels don’t have a choice
When CD sales finally tank completely, record labels will be faced with a tough decision: distributing music nearly exclusively through Apple’s iTunes store or rethinking their approach to digital-rights management, or DRM, from the ground up.

2. Apple might be forced into interoperability
A class-action lawsuit accuses Apple of antitrust behavior due to the fact that songs bought from iTunes can only be played by iPods or iTunes (as well as cell phones made in partnership with Apple).

3. Thomson has endorsed selling watermarked MP3s
The Digital Watermarking Alliance (including Thomson Multimedia, which owns the right to license the MP3 codec), recently made a statement in support of the idea of major labels selling watermarked MP3s.

4. Amazon is rumored to start selling MP3s by April

5. Sony: “DRMs are going to become less important”

6. People love AllofMP3.com

7. MP3 has future options
Although it’s an aging technology, the MP3 format has been made over a couple of times. Coding Technologies has been working hard to give the MP3 format a future in terms of sound quality (MP3PRO) and surround sound (MP3 Surround).

Den vollständiger Artikel gibt es auf wired.com. Ergänzen könnte man die Liste noch um ein Zitat von Bill Gates, der kürzlich erklärte, dass er mit DRM nicht zufrieden ist:

8. Bill Gates: “People should just buy a cd and rip it. You are legal then.” (via Techcrunch)

Abos, die ihr Geld wert sind: iBusiness

Unsere Branche wird mit kostenpflichtigen Content-Angeboten ja regelrecht überschwemmt, aber welche Angebote lohnen sich wirklich? Ich werde in diesem Blog in den nächsten Tagen und Wochen die kostenpflichtigen Angebote vorstellen, für die sich meiner subjektiven Meinung nach ein Abo lohnt. Wie immer interessiert mich, was Ihr von den Angeboten haltet…

Los geht es mit ibusiness.de:

Das Team um Joachim Graf recherchiert Neuigkeiten und Trends aus Themenbereichen wie eCommerce, Marketing, Mobile, Intranet, Entertainment und Publishing. Neben den aktuellen News bietet das Angebot auch umfangreiche Datenbanken mit Marktzahlen, Dienstleister, Termine und Stellenangeboten. Insbesondere die Sammlung der Marktzahlen ist praktisch, wenn man zum Beispiel für einen Vortrag oder eine Präsentation kurzfristig Zahlen benötigt.

iBusiness.de
Die Website wurde kürzlich gerelauncht und um Features wie Tagging, meistgelesene Artikel etc. erweitert – d.h. “web 2.nulliger umgesetzt ;-) Neben dem Onlineangebot erhalten Abonnenten für die 290,- Euro Gebühr im Jahr das Magazin “iBusiness Executive Summary” mit Hintergrundartikeln in gedruckter Form.

iBusiness.de gefällt mir deshalb, weil es der Redaktion gelingt wirklich aktuelle Trends aufzuspüren – im Gegensatz zu einigen anderen Redaktionen, die mit der Berichterstattung ja häufig recht weit hinterherhinken.

Kosten: 290,- Euro / Jahr
Laufzeit: Ein Jahr (automatische Verlängerung)
Web: www.ibusiness.de

Das Zitat des Tages

If you’re a brand marketer, why not just get a digital video camera and do it yourself? If anyone can create a buzz by posting on YouTube, why not you? Cut out the middleman and bring home the bacon for your team. C’mon, give it a try!

ClickZ.com: Amateurism: The New Gold Standard

Elektrische Reporter, Reichweite, Medienhäuser

Mario Sixtus ist schon seit einigen Wochen als elektrischer Reporter für das Handelsblatt unterwegs, weshalb ich mich gerade frage, warum ich noch nicht darüber gebloggt habe. Inhaltlich geht es in dem Videoblog über Trends und Entwicklungen im Internet. Spannend ist aber nicht nur der Inhalt, sondern auch die Distribution: Die Videos stehen unter Creative Commons und dürfen somit im nicht-kommerziellen Rahmen genutzt werden. Zum Beispiel kann man sie im Blog veröffentlichen, ohne eine Abmahnung zu riskieren:

[flash]src=”http://sevenload.de/pl/xTElxN3/380×313[/flash]

Übrigens liegen die Videos in fünf Formaten vor: WMV, Quicktime, m4v (für den iPod), 3gp (für das Handy) und als Audiodatei. Außerdem kann man sie natürlich in iTunes abonnieren oder auf sevenload.de anschauen.

Anstatt also die Reichweite zu limitieren, in dem man die Videos nur auf handelsblatt.com veröffentlicht, werden die neuen Distributionsmöglichkeiten genutzt, um die maximale Reichweite zu erzielen. Das macht natürlich Sinn, passt aber nicht zu der “Alles findet auf unserer Plattform statt und zwar am besten mit DRM”-Idee der meisten etablierten Medienhäuser. Und nun zur Preisfrage: Wer wird am Ende mehr Reichweite haben?

TV killed the TV-Star

Falls Ihr noch TV guckt Falls Ihr noch jemanden kennt, der TV guckt:

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann, hat die Abgeordneten des EU Parlaments aufgefordert, sich beim Novellieren der EU Fernsehrichtlinie für eine komplette Liberalisierung der Werbezeiten bei gleichzeitiger Ablehnung von Produktplatzierungen einzusetzen. “Wenn die derzeitigen starren Beschränkungen bei der Werbezeit auf 12 Minuten je Stunde und das grundsätzliche Verbot, Einzelwerbespots zu senden, nicht abgeschafft oder zumindest abgemildert werden, sehe ich unsere Rundfunkveranstalter im Wettbewerb mit den Abrufdiensten als erheblich benachteiligt an”, schrieb Neumann an die Abgeordneten. Anders als viele Verbraucherschützer befürchtet er keine Überflutung mit Werbung, die Zuschauer würden “dies zu verhindern wissen”.

heise.de: Fernsehen soll mehr werben dürfen

Fernsehen heute: Billig produzierter Müll, unterbrochen von nerviger Werbung, ätzenden Call-In Gewinnspielen, Sponsorings und Split-Screens. Fernsehen morgen: Nervige Werbung, ätzende Call-In Gewinnspiele, Sponsorings und Split-Screens, unterbrochen von billig produziertem Müll.

Die interessanteste Bemerkung zum Google / Youtube-Deal

…kommt von Jochen Krisch, Exciting Commerce:

Das gerade angekündigte Venice Video und TV Projekt der Skype-Gründer dürfte nicht nur TV-Stationen, sondern auch zentrale Video-Dienste wie YouTube oder MyVideo hellhörig werden lassen, da es den ersten Aussagen zufolge komplett auf dezentrale, verteilte Strukturen setzen will .

Was die Peer-to-Peer-Dienste Napster/KaZaa im Musik- und Skype im Telekom-Bereich vorgemacht haben, soll künftig den Video- und TV-Bereich revolutionieren (Berichte u.a. bei BasicThinking, B2Day).

Über das “Venice Project” hatte ich vor einiger Zeit auch auf werbeanzeige.de eine Meldung veröffentlicht: Skype-Erfinder entwickeln TV-Portal

Gratis Musik-Downloads – aber trotzdem legal

Universal Music, eine der vier großen Plattenfirmen, will eine Start-up-Firma unterstützen, die den kostenlosen Vertrieb von Online-Musik plant.

Das meldet (u.a.) de.internet.com: Universal Music unterstützt kostenlosen Musikdienst. Bei dem Start-Up handelt es sich um Spiralfrog, deren Angebot allerdings noch nicht gelauncht ist.

Und nun blättern wir drei Jahre in diesem Blog zurück, da hatte ich nämlich eine ähnliche Idee:

Was außerdem denkbar wäre: Die Musikindustrie könnte Textlinks und / oder Banner in den Tauschbörsen schalten. Wenn ich dann nach Robbie Williams suche, kriege ich nicht nur angezeigt wo ich das komplette Album in hervorragender Qualität downloaden kann, sondern auch, wann Herr Williams das nächste Mal ein Konzert in meiner Region gibt.
So. Das habe ich jetzt nur gebloggt, damit ich mir vor dem Schlafen gehen nochmal auf die Schulter klopfen kann ;-)

TV: Einschaltquoten so niedrig wie nie zuvor

Jeff Jarvis hat es entdeckt, Martin hat es bei Björn gefunden und übersetzt. Und mir bleibt nichts anderes mehr übrig, als es hier ins Blog zu kopieren ;-)

„Zeitgleich mit der Ankündigung von Nielsen, dass die Fernseh-Networks die niedrigsten Einschaltquoten in der Geschichte der Quotenerfassung erzielt haben – im Mittel 20 Millionen Zuschauer zur selben Zeit – wurde von YouTube angekündigt, dass es mittlerweile 100 Millionen Videos pro Tag ausliefert.

Hier bitte apokalyptische Pointe hinzufügen.“

ConnectedMarketing.de: YouTube gegen Fernsehen: Apokalypse? Bzw. BuzzMashine.com: Exploding TV
Ein paar interessante Kommentare dazu gibt es beim Werbeblogger.

Blog-Tipp: Digitalmediatrends.de

Im Blog Digitalmediatrends.de schreibt Daniel Tschentscher, Zukunftsforscher und Senior Consultant bei TIMElabs Management Consulting, über Online-Marketing und Trends in der Medienbranche – also exakt über meine Lieblingsthemen ;-) Die Postings sind fundiert und bieten jede Menge Hintergrundinformationen zu aktuellen Themen, sind also absolut lesenswert. www.digitalmediatrends.de

Weitere lesenswerte Marketing-Blogs gibt es unter anderem rechts in meiner Blogroll, in meinen del.icio.us-Links und in der Kategorie Marketing-Blogs im DMOZ.