Kategorie-Archiv: Social Media

Neues Social Media Spielzeug: Uberlife

Uberlife ist ein neues Social Media Spielzeug mit einer vielversprechenden Idee:

uberlife is an initiative to develop a global community of folks who love hanging out with friends, peers and other likeminded people, wherever they go.

Uberlife ist ähnlich wie Foursquare ein Social Mobile Location Services, der Fokus liegt aber daruf (kurzfristig) öffentliche Events (so genannte “Hangouts”) zu planen und zu veröffentlichen, um neue Leute kennenzulernen oder sich mit Bekannten zu treffen. In den Worten von Uberlife:

Create a hangout when you’re about to do something, broadcast to your network and uberlife community and let whoever’s free come join you.

Natürlich dürfen dabei auch Gamificationelemente nicht fehlen: Wenn sich Personen bei einem Hangout kennelernen und gegenseitig auf Uberlife folgen, erhält derjenige, der den Hangout ins Leben gerufen hat, virtuelle Punkte:

Create hangouts, gather people under one roof and boost your score for every new real world connection created through you.

Die uberlife iPhone App ist bereits im App Store, für die weiteren mobilen Betriebssysteme gibt es immerhin schon eine mobile Website (via Techcrunch).

“Warum nutzt Ihr nicht Facebook und Twitter?” Oder: Wo liegen eigentlich meine Kundendaten?

Martin Oetting hat eine schöne Antwort auf die Frage, warum das Word-of-Mouth Marketing-Netzwerk trnd.com Facebook und Twitter nur in einem geringen Umfang nutzt:

Wir müssen gar nicht unbedingt das freundliche Angebot von Herrn Zuckerberg oder der Herren Twitter annehmen, auf deren Plattformen Dialog zu organisieren. Wir können das nämlich selbst ziemlich gut, bei uns zuhause.

Genauer gesagt: wir wissen, welche Tools und Instrumente man braucht, um die richtigen Menschen mit den richtigen Marken so in einen Dialog zu bringen, dass daraus Mundpropaganda entsteht – und zwar in planbarer und für das Marketing vernünftig einsetzbarer Weise. Das bringt allen etwas – denjenigen, die daran teilnehmen ebenso wie den Unternehmen, die das mit uns machen.

Damit das gelingt, müssen wir aber unsere Daten selber verwalten, und wir müssen die Instrumente, die wir brauchen, auch ein-, um- oder ausbauen können. Das geht besser, wenn wir das bei uns zuhause tun.

(Hervorhebung von mir) ConnectedMarketing: “Warum benutzt Ihr Facebook und Twitter nicht für den Umgang mit Euren Mitgliedern?”

In Gesprächen mit Unternehmen (und leider auch mit Social Media Beratern) stelle ich immer wieder fest, dass bei aller Social Media Euphorie dieser (wesentliche!) Aspekt häufig vernachlässigt oder sogar völlig ausgeblendet wird. Natürlich kann es Sinn machen, Facebook und Twitter im Marketing zu nutzen. Allerdings, um noch einmal Martin Oetting zu zitieren:

Facebook und Twitter sind kein Selbstzweck.

Die Plattformen haben bei allen Vorteilen leider auch den Nachteil, dass Unternehmen keinen wirklichen Zugriff auf ihre “Fans” oder “Follower” haben. Oder anders formuliert: Es ist ein bisschen so, als würde ich die Daten meiner Kunden in einem CRM-System einpflegen, das mir keine Exportfunktion anbietet. Das kann eine Zeit lang gut gehen, aber spätestens wenn ich die Plattform wechseln möchte (oder muss), stehe ich plötzlich ohne Kundenbeziehungen da.

Natürlich ist der von Martin beschriebene Weg häufig mühsam und langwierig. Es müssen eigene Tools entwickelt, Prozesse optimiert und Kunden davon überzeugt werden, ihre Daten preiszugeben. Und natürlich ist es im Vergleich hierzu einfacher, lediglich einen Facebook-Button in das eigene Webangebot zu integrieren.

Letztendlich muss ich mir aber die Frage stellen, wo ich Werte (Kundendaten) aufbauen möchte: Auf der Plattform von Herrn Zuckerberg oder in meinem eigenen Unternehmen?

Virtueller Roundtable: B2B Social Media Marketing

Die Competence Site veranstaltet zur Zeit einen virtuellen Roundtable zum Thema Social Media Marketing im B2B-Bereich und hat mir in diesem Rahmen einige Fragen zum Thema gestellt. Meine Einschätzungen zur Relevanz von Social Media im B2B Bereich liegen als PDF-Datei vor.

Weitere Interviews wurden u.a. mit Prof. Dr. Matthias Fank (Fachhochschule Köln – Cologne University of Applied Sciences), Stefan von Lieven (artegic AG) und Roland Brezina (SAS Institute GmbH) geführt.

Drei Fragen an Steffen Wicker, Simfy.de

Musik hören einfacher machen. Das war die Idee der Mannheimer Studenten Christoph Lange und Steffen Wicker, als sie sich 2007 dazu entschieden, simfy zu gründen. Ich habe Steffen drei Fragen zu seinem Start Up gestellt.

Steffen, Du bist Mitgründer des Musikportals Simfy.de. Kannst Du das Angebot bitte kurz erläutern?

simfy.de ist kostenloses Musikportal mit mehr als 1,5 Mio. Nutzern. Auf simfy.de können Nutzer aus einem derzeit über 5 Millionen Titel umfassenden und täglich wachsenden Musikrepertoire führender Labels nach Herzenslust Musik hören und Playlists zusammenstellen.  Um die Musik noch näher an den Nutzer zubringen, wird unser Angebot durch Applikationen für den Desktop sowie für Mobiltelefone erweitert.

Als legales Musikportal seid Ihr auf die Zusammenarbeit mit der Musikindustrie angewiesen. Wie wurde Eure Idee von der Industrie aufgenommen? Wie viel Überzeungsarbeit musstet Ihr leisten?

Anfangs mussten wir viel Überzeugungsarbeit leisten. Unsere Hartnäckigkeit und Ausdauer hat sich aber gelohnt, denn mittlerweile ist die Zusammenarbeit mit den Musiklabels sehr gut. Wir freuen uns, dass wir sowohl mit den Majors, wie zum Beispiel Universal Music, Warner und Sony Music, als auch mit Independent Labels, wie zum Beispiel finetunes, Lizenzverträge für den deutschen Markt abschliessen konnten. Weiterhin ist es uns gelungen, Verträge mit der GEMA (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH) zu schliessen, so dass dem legalen Musikhören über simfy nichts im Wege steht.

Auf welche Marketing-Maßnahmen setzt Ihr und welche Rolle spielt Social Media Marketing für Euch?

Wir haben gerade unseren ersten TV-Spot abgedreht, der noch im Frühjahr im Fernsehen zu sehen sein wird. Ansonsten setzen wir auf vor allem auf klassische PR-Maßnahmen, Hochschulmarketing und virale Marketingkampagnen.

Social Media-Marketing ist auch Teil unserer Marketingstrategie 2010, da es in der Vergangenheit eher stiefmütterlich behandelt worden ist.

www.simfy.de

Wahre Worte: Social Media ist keine Kampagne

Wer gerade im Bereich Social Media in Kampagnenmustern denkt, sieht ein Anfang und ein Ende und verkennt so die Möglichkeiten von Social Media. Zumal es in meinen Augen nicht vertrauensbildend ist, User zu begeistern, sie zu motivieren, um dann nach wenigen Wochen oder Monaten den Stecker zu ziehen.

Sachar Kriwoj auf massenpublikum.de: Social Media ist keine Kampagne und heißt Digital Relations (via Nico Lumma)

Drei Fragen an Markus Wölflick, gutefrage.net

Die Ratgeber-Community gutefrage.net konnte seit dem Start im Jahr 2006 eine beeindruckende Wachstumsstory hinlegen und erreicht mittlerweile 19 Mio. Visits mit 43,8 Mio. Page Impressions (IVW 08/2009 ). Auf dem Community Summit in Hamburg habe ich den Geschäftsführer Markus Wölflick kennengelernt. Markus war so freundlich, mir für das Blog ein paar Fragen zu Gutefrage.net zu beantworten.

markus_woelflick

Markus, Du bist Gründer und Geschäftsführer von gutefrage.net. Kannst Du kurz die Idee des Angebots vorstellen?

Markus Wölflick: Die Idee von gutefrage.net ist eigentlich sehr einfach: Jeder steht im Alltag schon mal vor Fragen wie „Wie kann man Farbspuren auf der Tapete beseitigen?“ oder „Wie merke ich, dass der Motorradhelm sitzt“ . Leider können diese oft weder der Freund noch das Lexikon beantworten, da es bei den Fragestellungen um Erfahrungen geht, nicht um Wissen. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Menschen, die über ein ungeheuren Erfahrungsschatz verfügen, auf bestimmten Gebieten wahre Experten sind und dieses Know-how gerne an andere weitergeben. Und genau für diese beiden Fraktionen – die Antwortsuchenden und -gebenden – haben wir gutefrage.net entwickelt.

Auf der Plattform können registrierte User kostenlos Fragen zu den verschiedensten Themenbereichen des alltäglichen Lebens stellen – von Karrierethemen, über Hobby und Technik bis hin zum Hausbau – und erhalten kurze Zeit später kompetente Antworten, Tipps und persönliche Erfahrungen von der Community. Dank des rapiden Anstiegs der Themenvielfalt ist gutefrage.net heute aber natürlich auch ideal für Recherchen geeignet, die tolle Ratschläge, Ideen und Impulse liefern. Diese Grundideen behalten wir bei allen Entwicklungen stets im Auge und konzentrieren uns im Wesentlichen auf den Kern der Plattform.
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Wahre Worte: Social Media und Produktivität

Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, jeden Tag alles lesen zu müssen. Es ist besser, nur ein paar Mal kurz in den Strom einzutauchen, als ständig im Augenwinkel die neuesten Status-Updates einlaufen zu sehen. Vertrauen Sie darauf, dass die wesentlichen Informationen Sie später oder auf anderem Wege erreichen.

The European: Kommentar: Zeitfresser Internet von Florian Steglich

Mokono mit neuem Werbeformat für die Blogosphäre

weblog-marketingDer Blogvermarkter Mokono hat ein – wie ich finde -interessantes Werbeformat für Weblogs vorgestellt. Das so genannte “BlogAd”zeigt ausgewählte und unbezahlte Blogbeiträge zu einem Produkt oder einem Thema an (siehe Screenshot) und wird auf TKP-Basis auf Blogs platziert.

Anstatt einer mehr oder weniger langweiligen Produktseite werden also authentische Testberichte von Bloggern beworben. Das werbetreibende Unternehmen kann somit Aufmerksamkeit erzielen, während sich die verlinkten Blogger über neue Leser/innen freuen.

Mehr dazu im Blog von Mokono: Fonic BlogAd jetzt live

Wahre Worte: Wer unterhält sich schon gerne mit einer Marke?

I believe that people would rather have a conversation with a person than a brand.

Scott Monty, Social Media-Experte bei Ford (via Themenblog.de)

Gastbeitrag: Twitter im Online-Marketing

adzineIch habe für die aktuelle Adzine-Ausgabe (03/09) ein paar Gedanken zum Thema Twitter im Online-Marketing beigesteuert, das ich meinen treuen Leser/innen natürlich nicht vorenthalten möchte:

„Twitter? Das ist doch reine Zeitverschwendung!“ „Banalitäten in 140 Zeichen!“ „Das ist ein Hype, der bald wieder vergessen ist.“ Solche und ähnliche Aussagen hört man oft, wenn man sich über den Microblogging-Dienst unterhält. Dabei wird vergessen, dass Twitter-Nachrichten (Tweets) nichts anderes als Gespräche sind – und Gespräche können langweilig, interessant, unterhaltsam oder banal sein.

Wer Twitter im Marketing nutzen möchte, sollte sich diese Tatsache immer wieder vor Augen führen: Twitter ist zunächst einmal kein „Marketing-Kanal“, sondern ein Ort für Gespräche. Und so lassen sich die Prinzipien für erfolgreiches Networking  aus dem „Real Life“ auch auf Twitter übertragen: Wer möchte, dass ihm jemand zuhört, sollte etwas Interessantes zu erzählen haben – und nicht bloß plumpe Werbung machen. Oder würden Sie beim Mittagessen mit einem potentiellen Kunden Ihre letzte Pressemitteilung vorlesen?

Bieten Sie Ihren Zuhörern (beziehungsweise Followern) einen Nutzen – beispielsweise in Form von Links zu interessanten Websites, Veranstaltungshinweisen oder Literaturempfehlungen. Zum Networking gehört auch, gelegentlich eine persönliche Anekdote zu erzählen – so kann ein Tweet über das eigene Hobby beispielsweise ein Anknüpfungspunkt für ein Gespräch sein.Überlegen Sie auch, wie Sie andere Twitter-Nutzer unterstützen können. Vielleicht berichtet jemand über ein Problem, zu dessen Lösung Sie etwas beitragen können? Oder aber Sie stellen andere interessante Twitter-Nutzer vor.

Der so genannte „Followfriday“ hat sich bei vielen Twitter-Nutzern als Ritual etabliert. Hierbei werden jeden Freitag die Benutzernamen von empfehlenswerten Twitterern veröffentlicht und mit dem Tag #followfriday gekennzeichnet. Wer von Twitter profitieren möchte, muss also zunächst einmal in Vorleistung gehen – auch das ist im „klassischen“ Networking nicht anders.

Nico Zorn ist Partner bei der auf Online Business Development spezialisierten Unternehmensberatung Saphiron GmbH. Er twittert unter http://twitter.com/nicozorn