Das Internet ist anders. Digital ist anders. Wir sind mitten in einer massiven Entwicklung, die unsere Gesellschaft verändert, die Wirtschaft vor große Herausforderungen stellt und massive Auswirkungen auf die Arbeitswelt hat. Das Internet hat ein enormes Momentum. Während gesetzliche Rahmenbedingungen wichtig sind, müssen wir dieses Momentum nutzen, um die Potentiale für uns zu erschließen und zu nutzen. Eine Rückkehr zum status quo ante ist nicht mehr möglich, egal wie sehr die Besitzstandswahrer anstellen, dafür ist die disruptive Kraft des Internets, bestehende Strukturen zu verändern, viel zu stark.
Geht endlich neue Wege, bevor wir in Deutschland komplett den Anschluß verlieren und zum Entwicklungsland der Zukunft werden, nachfolgende Generationen werden es Euch danken.
At the core of any successful business is you must provide the best solution to a big problem. This is obvious but often overlooked – people tend to focus on things like gross margin or setting goals for profit when in reality these things are the result of solving an important problem.
Renny Gleeson hat beobachtet, wie sich der “Always On”-Trend auf unser Verhalten auswirkt. Ich sag nur: “For the love of christ please hang up your fucking phone and drive” :-) (via Koljahebenstreit.de)
Zwischendurch ein kurzer Filmtipp: Ich gucke mir gerade “HOME” an, ein beeindruckendes und zugleich erschreckendes Luftportrait der Erde von Arthis-Bertrand. Der Dokumentarfilm erscheint zeitgleich auf Youtube, im Kino (25. Juni) und auf DVD und ist wirklich sehenswert! HOME in HD auf Youtube.
Über das hervorragende Wirtschaftsmagazin brand eins habe ich hier ja schon einige Male geschrieben. Im openBC gibt es jetzt eine Diskussiongruppe für die Leser des Magazins – reinschauen lohnt sich!
Das Schwerpunkthema der aktuellen Ausgabe des wunderbaren Wirtschaftsmagazins brand eins ist “Verkaufen”. Mit jeder Menge spannenden Artikeln und klugen Sätzen, wie zum Beispiel:
Eine Ware an den Mann bringen – das war mal ein geflügeltes Wort, hinter dem sich komplexe soziale Prozesse verbargen, die in jedem einzelnen Fall anders gelagert waren. Heute ist der Spruch eine Plattitüde. Klammheimlich haben die Economy-of-Scale-Ideologen dem Kunden den Job des Verkäufers untergejubelt. Wer damit nicht zufrieden ist, kann ja ein Callcenter anrufen.
Märkte sind Gespräche – und zwar gebührenpflichtige.
(Aus: brand eins 04/06, S. 61)
Disclaimer: Ich empfehle in diesem Blog zwar häufig die brand eins, kriege dafür aber kein Geld und leider auch kein Freiabo ;-)
Einfach im Wagen sitzen bleiben während ein freundlicher Herr im Blaumann den Tank füllt, die Scheiben putzt und auch noch nach dem Öl sieht – so kennt man es aus Filmen aus den 60er-Jahren. Der Mineralölkonzern Shell lässt den Tankwart nun noch einmal auferstehen.
Bitte mehr davon: Mitarbeiter, die im Supermarkt Tüten einpacken und älteren Kunden beim Einkaufen behilflich sind, Sicherheitspersonal in Bussen und U-Bahnen, mehr Personal statt defekte Ticketautomaten etc…
In der Servicewüste Deutschland ist so etwas nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal, sondern auch ein Kundenbindungsinstrument, eine schöne Story für die Presse und natürlich ein Beitrag gegen die Arbeitslosigkeit. Aber dafür bezahlt doch niemand? Zumindest der Feldtest von Shell verläuft sehr positiv, wie ein Unternehmenssprecher berichtet:
“Viele geben sogar noch Trinkgeld.” Die ersten Ergebnisse seien viel versprechend. “Wir können uns gut vorstellen, das Konzept eines Tages deutlich auszudehnen.”