Soll man Google zerschlagen? Keinesfalls.

Rainer Hank hat in der FAZ einige lesenswerte Gedanken über das laufende Kartellrechtsverfahren gegen Google veröffentlicht. Hank setzt sich kritisch mit den Vorwürfen auseinander, die von der EU-Kommission (angetrieben von der Verlagslobby) erhoben werden:

Anders als bei der ganz allgemeinen Suche hat Google bei Shopping-Portalen keinen Marktanteil von 90 Prozent. Amazon und Ebay sind bedeutende Anbieter auf diesem Markt ebenso wie etwa idealo.de als Preisvergleichsseite in Deutschland.

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B2B E-Commerce: Wachstum ohne Google

Auch das gibt es: Unternehmen, die nach einem Google-Update nicht panisch nach der Politik rufen, sondern sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und so Wachstum generieren:

„Mercateo, der führende deutsche B2B-Marktplatz, wurde von Google im Rahmen der diversen Algorithmus-Updates massiv abgestraft. Die Antwort der Münchener war – anders als bei vielen B2C-Unternehmen – gerade nicht, Googles Vorgaben noch mehr zu entsprechen.

Stattdessen konzentrierte sich Mercateo auf die Verbesserung seiner Kernkompetenz: Der Erleichterung des Sourcing-Prozesses durch bessere Integration von physischen und zunehmend auch Dienstleistungs-Angeboten. IT-Kompetenz im Sinne des Kunden, nicht des Intermediärs.

Heute, so Mercateo-Gründer Sebastian Wieser auf dem Executive Summit im Dezember 2014, ist Mercateo von Google unabhängig und plant dennoch ein deutlich zweistelliges jährliches Wachstum.“

bevh Blog: Beißt sich Amazon am B2B die Zähne aus?