Zenhabits.net ist ein bemerkenswertes Blog, das ich sträflicherweise hier noch nicht erwähnt habe. Der Autor Leo Babauta schreibt über Themen wie Produktivität, Zeitmanagement und Motivation – und zwar unter einem wie ich finde sehr sinnvollen Blickwinkel.
Babauta gibt (u.a.) in seinen Beiträgen zahlreiche Tipps, die dabei helfen, sich auf die wirklich wichtigen Themen zu fokussieren und durch eine bewusste Reduktion zeitfressende und überflüssige Aufgaben zu vermeiden.
Babautas Buch “The Power of Less: The Fine Art of Limiting Yourself to the Essential, in Business and in Life” ist übrigens ebenfalls empfehlenswert, wenngleich sich die Ideen und Tipps im Buch größenteils mit seinen Blogpostings decken.
Eine Auswahl der vielen lesenswerten Postings:
www.zenhabits.net (RSS)
Der onlinebasierte Notizdienst Evernote hat kürzlich die Marke von 2 Millionen Nutzern geknackt und gehört seit vielen Monaten zu den Webdiensten, die ich fast täglich nutze. Ich nutze Evernote unter Windows 7, Mac OS und auf dem iPhone und möchte auf das Programm nicht mehr verzichten.
Zur Erklärung von Evernote zitiere ich – natürlich – produki:
Evernote ist eine Software, mit der Texte, Bilder und Audiodateien zentral erfasst und verwaltet werden können. Die Dateien werden auf den Servern des Unternehmens abgelegt und können nicht nur mit der Software, sondern auch mit einem Webbrowser abgerufen werden. (produki.de: Evernote)
Wofür nutze ich Evernote?
- Ich habe für jedes meiner Blogs ein Notizbuch angelegt, um Ideen für künftige Blogpostings festzuhalten. So ist die Pipeline immer gut gefüllt ;-)
- Weitere Ideen, z.B. für Projekte, Fachartikel oder Vorträge, landen natürlich ebenfalls in Evernote – wenn ich unterwegs bin zum Teil auch als Sprachnotiz.
- Interessante Studien und Marktzahlen (Websites oder PDF-Dateien) sammel ich ebenfalls in entsprechenden Notizbüchern und versehe die Einträge mit passenden Tags. Mit der (Volltext)-Suchfunktion lassen sich die relevanten Einträge schnell wiederfinden.
- Außerdem nutze ich Evernote als Ergänzung zu delicious, um interessante Artikel zu speichern. Das hat den Vorteil, das ich den Artikel im Vergleich zu delicious einfacher wiederfinde (Volltextsuche und Tags vs. nur Tags bei delicious). Mit dem Problem, das ein gebookmarkter Artikel nicht mehr online ist, muss man sich ebenfalls nicht mehr rumärgern. Das Firefox Plugin Evernote Web Clipper speichert markierte Texte oder vollständige Seiten mit einem Klick ab.
- Falls ich “aus Versehen” doch einmal eine handschriftliche Notiz erstelle, wandert sie mit der iPhone App als Foto in Evernote. Sofern man nicht zu sehr kritzelt, ist der geschriebene Text dank der Texterkennung von Evernote problemlos auffindbar. Außerdem kann ich es nicht ausstehen, wenn Notizzättel auf dem Schreibtisch rumfliegen.
Wofür nutzt Ihr Evernote?
Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, jeden Tag alles lesen zu müssen. Es ist besser, nur ein paar Mal kurz in den Strom einzutauchen, als ständig im Augenwinkel die neuesten Status-Updates einlaufen zu sehen. Vertrauen Sie darauf, dass die wesentlichen Informationen Sie später oder auf anderem Wege erreichen.
The European: Kommentar: Zeitfresser Internet von Florian Steglich
Read It Later ist ein extrem simpler aber dennoch (oder gerade deshalb) praktischer Webdienst. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Art digitales Lesezeichen: Mit einem Klick (Bookmarklet oder Firefox-Plugin) kann man die aktuelle Seite im Browser speichern und später (auch offline) lesen. Das ist zum Beispiel dann praktisch, wenn man gerade über einen interessanten Artikel stolpert, eigentlich aber gerade etwas ganz anderes zu tun hat: Ein Klick genügt und der Artikel wandert in die persönliche “Leseliste”.
Besonders praktisch: Dank einer iPhone-Applikation kann man auch unterwegs auf die Leseliste zugreifen, Artikel offline lesen und neue Seiten abspeichern.
www.readitlaterlist.com

Update: Mittlerweile nutze ich Remember the Milk für die Aufgabenverwaltung.
Seit einigen Monaten nutze ich den Dienst Toodledo, um Aufgaben nach dem Getting Things Done Prinzip zu verwalten (ich habe hier schon einmal ein paar Zeilen über Toodledo geschrieben). Die wesentlichen Features und Vorteile:
- Unterstützung von Ordnern, Tags, Prioritäten, Kontext, Zielen und Subtasks – also allen Features, die für GDT benötigt werden.
- Aufgabenverwaltung via Website, iGoogle-Gadget, Mac OS Dashboard Widget, Firefox-Plugin und Google Mail.
- Außerdem gibt es eine iPhone App inkl. Push-Unterstzüng, d.h. fällige Aufgaben werden auf dem Homescreen des iPhones angezeigt.
- einfache Bedienung (ein bisschen Zeit für die Einarbeitung sollte man aber mitbringen).

Insgesamt wirklich ein toller Dienst, der in der Basisversion (ohne Subtasks) kostenlos ist.
www.toodledo.com / Toodledo auf produki
Mehr über Getting Things Done auf imgriff.com: Gettings Things Done: Die Grundlagenserie