Was kann / darf / sollte / muss eine Landing Page kosten?

“Eine Landing Page kann ja nicht viel kosten, immerhin handelt es sich ja nur um eine einzige Seite!”

Solche oder ähnliche Aussagen fallen häufig, wenn es in Projekten um die Budgetierung von Landing Pages geht. Und in der Tat: Die eigentliche HTML-Produktion einer Landing Page ist meist für einen überschaubaren Betrag zwischen 2.000 und 4.000 Euro möglich.

Erfolgskritisch ist allerdings nicht die HTML-Umsetzung (die gegebenenfalls auch von Marktplätzen wie PSD to HTML oder Codemyconcept für einige hundert Dollar realisiert werden kann), sondern die strategische Planung und Konzeption des gesamten Vermarktungsprozesses.

Einige exemplarische Fragen, denen in der Praxis häufig viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird:

Weiter

Onsite-Search: Wie Sie mit einem optimierten Suchformular die Conversion Rate erhöhen

Nutzer der Onsite-Suchfunktion haben ein konkretes Interesse, beziehungsweise eine hohe Kaufbereitschaft – laut MarketingSherpa konvertieren sie dreimal häufiger als die Nutzer, die lediglich “browsen”.

Darüber hinaus liefert Ihnen die Onsite-Search jeden Tag wichtige Customer Insights:

  • Welche Themen / Produkte werden aktuell nachgefragt?
  • Steigt oder sinkt das Interesse?
  • Welche „Sprache“ spricht meine Zielgruppe?
  • Entspricht das Sortiment den Bedürfnissen der Besucher?

Nutzen Sie bereits Ihr Webanalyse-System, um Ihre Onsite-Search auszuwerten? Das Tracking lässt sich in der Regel innerhalb weniger Minuten einrichten (hier finden Sie eine Anleitung für Google Analytics).

Prüfen Sie doch anschließend, ob Sie die Conversion Rate mit den folgenden Empfehlungen für die Optimierung des Onsite-Suchformulars erhöhen können.

Prominente und erwartungskonforme Platzierung

Achten Sie auf eine aufmerksamkeitstarke Visualisierung und eine erwartungskonforme Platzierung der Suchbox. Nutzer erwarten das Formular im oberen Bereich, rechts oder mittig. Längere Formularfelder führen erfahrungsgemäß zu längeren – und damit präziseren – Suchanfragen.  Achten Sie zudem auf eine deutliche Abgrenzung zu anderen Formularen, wie beispielsweise dem Login-Formular.

Mittig im oberen Bereich: Erwartungskonforme Platzierung des Suchformulars auf Computeruniverse.net

Eindeutige Buttonbeschriftung und -visualisierung

Beschriften Sie den Button mit dem Text “Suchen”  oder verwenden Sie ein Lupensymbol, um die Suchfunktion eindeutig zu kennzeichnen. Natürlich sind auch die Farbe und Größe des Buttons relevant: Mit der richtigen Farbwahl und einer ausreichenden Größe erleichtern Sie Ihren Besuchern das Auffinden der Suchfunktion.

Für den Suchbutton auf Home24.de wurde eine aufmerksamkeitsstarke Farbe gewählt. Die eindeutige Beschriftung und das Icon erleichtern zusätzlich das schnelle Auffinden der Suchfunktion.

Nutzung der Eingabetaste ermöglichen

Ermöglichen Sie den Besuchern, das Suchformular nicht nur mit einem Klick auf den entsprechenden Button, sondern auch mit der Eingabetaste (Return) abzuschicken.

Cursor automatisch im Suchformular platzieren

Setzen Sie den Cursor beim Seitenaufruf automatisch in das Suchformular, damit der Nutzer seine Suche unmittelbar starten kann und nicht erst in das Suchformular klicken muss (Anleitung).

Autovervollständigung integrieren

Eine “Autocomplete” Funktion, die bereits während der Eingabe erste Suchtreffer anzeigt, beschleunigt den Suchprozess und kann fehlerhafte Eingaben (Tipp- oder Rechtschreibfehler) reduzieren.

Die Autocomplete-Funktion auf Conrad.de zeigt während der Eingabe Suchvorschläge, Kategorievorschläge und Produktvorschläge an.

Text innerhalb der Suchbox nutzen

Mit einem Suchvorschlägen innerhalb des Formularfelds (“Suchbegriff eingeben, z.B. Gartenmöbel”) können Sie die gegebenenfalls die Nutzung der Suchfunktion erhöhen und Impulskäufe stimulieren. Der Text sollte allerdings automatisch gelöscht werden, sobald in das Formularfeld geklickt wird.

Eine weitere Option: Nutzen Sie den Text, um die Größe Ihres Sortiments zu kommunizieren und signalisieren Sie damit dem Besucher, dass er in dem Shop bestimmt das gewünschte Produkt findet.

Wonach soll ich suchen? Das Suchformular von Jochen-Schweizer.de enthält Vorschläge.

Der Text auf Rakuten.de signalisiert, dass sich die Suche lohnt – bei 15.8 Millionen Produkten ist sicherlich das gewünschte Produkt dabei.

Kategoriefilter anbieten

Unter Umständen – insbesondere bei einem sehr großen Sortiment – ist die Integration eines Filters in Form eines Drop Downs sinnvoll, mit dem der Nutzer gezielt eine Kategorie durchsuchen kann.

Der Kategoriefilter auf Walmart.com ermöglicht eine präzisere Suche.

Diese Funktion kann allerdings auch ein Usabilityproblem darstellen, da sich viele Produkte in mehrere Kategorien einordnen lassen und somit unter Umständen eine 0-Trefferseite angezeigt wird, obwohl das gesuchte Produkt tatsächlich vorhanden ist.

Mögliche Lösungsansätze sind hier die Einordnung der Produkte in mehrere Kategorien oder eine Suchergebnisseite, auf der neben der ausgewählten Kategorie (optisch getrennt) auch die Ergebnisse aus den weiteren Kategorien angezeigt werden.

Warum zeigen die Schuhspitzen nach links? Conversion Rate Optimierung bei Zalando

RP Online hat ein kurzweiliges Interview mit dem Zalando Gründer Robert Gentz geführt. Eine Anekdote steht dabei sinnbildlich für die Herausforderungen, vor denen der Handel heutzutage steht: Während Unternehmen wie Zalando bereits die Ausrichtung der Schuhspitzen auf den Produktfotos testen, begnügt man sich andernorts alle paar Jahre mit einem Relaunch des Online-Shops…

Zalando hat den Ruf, extrem datenorientiert zu arbeiten. Stimmt es, dass Schuhspitzen auf Fotos bei Zalando nach links zeigen, weil sich die Schuhe dann besser verkaufen?

Gentz: Das stimmt, wir testen unheimlich viel. Irgendwann haben wir ausprobiert, wie der Schuh am besten fotografiert werden muss – von oben, von links oder von rechts? Die Ergebnisse lassen sich ja im Internet einfach messen. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Schuhe minimal besser verkaufen, wenn die Spitze nach links zeigt. Deswegen machen wir das bis heute so.

Interview mit Robert Gentz: Zalando will Pakete innerhalb von 30 Minuten liefern

Foto: Zalando

Social Proof im E-Commerce: Wie Booking.com das Prinzip der sozialen Bewährtheit nutzt

Menschen orientieren sich in ihrem Verhalten oft an ihren Mitmenschen. So fällt etwa eine Entscheidung für ein Restaurant wesentlich leichter, wenn das Lokal gut besucht ist (“Viele Menschen haben sich für dieses Restaurant entschieden, das muss die richtige Wahl sein!”). Der Sozialwissenschaftler Robert B. Cialdini hat den “Herdentrieb” treffend beschrieben:

 „Wir betrachten ein Verhalten […] in dem Maß als richtig, in dem wir dieses Verhalten bei anderen beobachten.”

Der stationäre Handel wendet das Social Proof Prinzip umfassend an, um Kunden zu beeinflussen. Formulierungen wie “Die meisten Kunden entscheiden sich für…” oder “Dieses Produkt ist so gut wie ausverkauft” gehören zum Standardrepertoir von guten Verkäufern. Auch auf Displays und Hinweisschildern finden sich häufig entsprechende Formulieren, wie ein Blick in eine Kölner Ikea Filiale zeigt:

Social Proof Beispiel: Ikea

Meist gekauft in Köln: Ikea wendet in der Filiale das Social Proof Prinzip an.

Wie können wir online das Social Proof Prinzip nutzen, um die Wahrscheinlichkeit eines Kaufabschlusses zu erhöhen? Wir werfen einen Blick auf die Hotelbuchungsplattform Booking.com, die das Prinzip prominent an unterschiedlichen Stellen des Buchungsprozesses anwendet.

Weiter

Conversion Rate Optimierung im E-Commerce: 3 Ideen für mehr Umsatz

Steigende Kosten für die Neukundengewinnung und schrumpfende Margen führen dazu, dass Online-Shops in vielen Bereichen nur noch dann profitabel sind, wenn alle Prozesse kontinuierlich optimiert werden. Drei Ideen für die Conversion Rate Optimierung stelle ich in diesem Artikel vor.

Weiter

Redcoon lässt Konkurrenten für sich werben

Wie kann ich als Onlinehändler meine Konkurrenten für mich werben lassen? Indem ich die Produktbeschreibungen in meinem Shop um eine Zeile mit der Werbung ergänze und mich anschließend zurücklehne und darauf warte, dass meine Konkurrenten ungeprüft die Produktbeschreibungen kopieren:

redcoon-1

…und hier die Produktbeschreibung eines (ahnungslosen) Mitbewerbers:

redcoon-2

Eine clevere Idee von Redcoon, die – wie man mit einer Google-Suche schnell feststellen kann – richtig gut funktioniert.

Ausführliche Anleitung: Erfolgreiche Landing Pages erstellen

Welche Aspekte sollten bei der Konzeption und Gestaltung von Landing Pages berücksichtigt werden? Wie sollte die Call to Action aufgebaut und wie die Preise dargestellt werden?  Dainis Graveris beantwortet diese und weitere Fragen in einem ausführlichen Artikel auf 1stwebdesigner.com. Ein sehr lesenswerter Grundlagenartikel für alle, die Landing Pages erstellen oder vorhandene Seiten optimieren wollen.

1stwebdesigner.com: Landing Pages Guide 101: Create Landing Pages that Work

Und wer noch tiefer in das Thema einsteigen möchte (oder muss), sollte einen Blick auf das empfehlenswerte Buch Landing Pages – Optimieren, Testen, Conversions generieren von Tim Ash werfen.