Lag ein Kindle unter dem Baum? Drei praktische “Web to Kindle”-Tools

Laut Amazon war der Kindle 4 in den vergangenen Wochen das meistverkaufte Produkt auf Amazon.de. Lag bei Euch auch der eBook Reader unter dem Weihnachtsbaum? Hier sind drei Tools, mit denen sich Web-Content bequem auf den Kindle bringen lässt.

  • Klip.me: Google Reader auf dem Kindle
    Klip.me ist ein kostenloser Onlinedienst, der Feeds aus dem Google Reader jeden Tag via Email auf Euren Kindle schickt. Die Uhrzeit der Lieferung könnt Ihr dabei genauso einstellen wie den gewünschten Ordner.
  • Readibility: Artikel auf den Kindle schicken
    Die Browsererweiterung Readibility extrahiert mit einem Klick den Text aus einer Website und stellt ihn in einem lesefreundlichen Layout dar. Alternativ kann der Text (ganz ohne Layoutelemente oder Werbung) auch mit einem Klick auf den Kindle geschickt werden. Längere Texte können so ganz bequem und in Ruhe auf dem Kindle gelesen werden.
  • Kindlefeeder: RSS-Feeds auf dem Kindle
    Eine Alternative zu Klip.me: Kindlefeeder schickt die Artikel aus RSS-Feeds via Mail an Euren Kindle, benötigt dafür aber keinen Zugriff auf Euer Google Reader Konto. In der kostenlosen Version unterstützt der Dienst bis zu 12 RSS-Feeds.

Der sinnvollste Technikkram des Jahres

Der traditionelle Jahresrückblick findet natürlich auch in diesem Blog statt – in Form von drei Produktempfehlungen, die sich in den vergangenen Monaten als sinnvolle Anschaffung herausgestellt haben.

  • Eye-Fi Connect X2: Speicherkarte mit WLAN (84,99 Euro)
    Mit den Speicherkarten von Eye-Fi kann (fast) jede Digitalkamera nachträglich mit WLAN nachgerüstet werden. Anschließend werden neue Fotos automatisch und drahtlos auf den eigenen Computer übertragen. Unbedingt notwendig ist so eine Karte zwar nicht, praktisch ist sie aber durchaus.
  • Dirt Devil Evo: Ein Wischroboter (249,82 Euro)
    Am Anfang war ich skeptisch, aber dieses Ding funktioniert tatsächlich. Der Dirt Devil Evo eignet sich für den Einsatz auf Laminat und Fliesen und sorgt automatisch für einen saubaren Boden.
  • Fujitsu ScanSnap S1300: Praktischer Dokumentenscanner (274,89 Euro)
    Anhänger des “papierlosen Büros” werden mit dem ScanSnap glücklich. Mit dem Gerät lassen sich auch kleinere Belege oder Papierstapel (bis zu 15 Blatt) schnell und zuverlässig digitalisieren und auf Wunsch direkt in Evernote ablegen. Mit rund 270 Euro ist das Ding leider recht teuer.

iPhone App “Docscanner”: Mit dem iPhone Dokumente scannen

Docscanner gehört für mich zu den sinnvollsten iPhone Apps, die ich mehrmals wöchentlich verwende. Mit dem Programm werden Dokumente (z.B. Belege, Kontoauszüge, Rechnungen o.ä.) einfach abfotografiert. Die App korrigiert anschließend automatisch Perspektive, Kontrast und Helligkeit und speichert das Dokument beispielsweise in der Dropbox oder in Evernote – der Versand per E-Mail ist natürlich auch möglich.

Die Qualität der auf diesem Weg digitalisierten Dokumente ist für die meisten Bereiche völlig ausreichend und der “Scanvorgang” innerhalb weniger Sekunden erledigt.

Mit 3,99 Euro ist das Programm nicht gerade günstig, im Vergleich zu anderen Apps mit einem ähnlichen Funktionsumfang hat Docscanner aber eine aufgeräumte Oberfläche und eine gut funktionierende Bildoptimierung. Docscanner benötigt iOS 4.1 oder höher und kann im App Store heruntergeladen werden. Versionen für Android und Symbian S60 sind ebenfalls verfügbar.

Was ist Euer Conversion-Tipp 2011?

In der XING Internet Marketing Gruppe haben wir ein kleines Gewinnspiel eingerichtet. Gesucht wird der “Conversion-Tipp des Jahres” und zu gewinnen gibt es das neue Buch “Conversion-Optimierung” von André Morys (@morys).

Was ist Ihr Conversion-Tipp 2011?
Mit welcher Maßnahme konnten Sie in diesem Jahr Ihre Umwandlungsrate deutlich verbessern?

Bitte posten Sie Ihren Tipp als Antwort auf dieses Thema in der Internet-Marketing Gruppe. Unter allen Teilnehmern wählen wir die drei Gewinner mit den interessantesten Tipps aus. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und die Gewinner erklären sich damit einverstanden, dass ihre Namen in der Internet-Marketing Gruppe veröffentlicht werden. Teilnahmeschluss ist der 15. Januar 2012.

In dem Thread gibt es schon einige interessante Antworten – ich freue mich über Eure Ergänzungen.

Ein paar Links: Formulare, E-Mail Marketing Checkliste, Facebook SEO

Cinch: Besseres Fenstermanagement unter Mac OS

Cinch ist ein kleines und sehr sinnvolles Tool für Mac OS. Mit der Anwendung lässt sich die Größe von Fenstern verändern, indem sie an den Bildschirmrand gezogen werden. Wird das Fenster nach links oder rechts gezogen, nimmt es die Hälfte des Bildschirms ein – was praktisch ist, wenn man zwei Dokumente vergleichen möchte. Wird das Fenster an den oberen Bildschirmrand gezogen, wird es automatisch maximiert.

Cinch bringt somit das “Snap”-Feature von Windows 7 auf Mac OS. Das Tool kann für 5,49 Euro im App Store heruntergeladen werden.

Ein paar weitere sinnvolle Tools, die ich hier im Blog bereits vorgestellt habe:

  • TotalFinder (erweitert den Mac OS Finder um praktische Funktionen)
  • Screengrab (Firefox Plugin um Screenshots von Websites zu erstellen)
  • Simfy Desktop-Player (Player für den Streamingdienst Simfy)
  • Dropbox (Dateien in der Cloud speichern – sicherlich kein Geheimtipp ;-)

Here’s to the Crazy Ones

Wahre Worte: Positionierung

(…) Wer sich nicht mehr für, sondern nur noch gegen etwas positionieren kann, der hat eigentlich schon verloren.

Jochen Krisch auf Exciting Commerce: Media Markt und die Panik vor der Preistransparenz

Wahre Worte: Doing the best thing ever

Life will suck if you are always wishing you’re doing something else. Life will rock if you realize you’re already doing the best thing ever.

Zenhabits.net: How to Be Happy Anytime

“Warum nutzt Ihr nicht Facebook und Twitter?” Oder: Wo liegen eigentlich meine Kundendaten?

Martin Oetting hat eine schöne Antwort auf die Frage, warum das Word-of-Mouth Marketing-Netzwerk trnd.com Facebook und Twitter nur in einem geringen Umfang nutzt:

Wir müssen gar nicht unbedingt das freundliche Angebot von Herrn Zuckerberg oder der Herren Twitter annehmen, auf deren Plattformen Dialog zu organisieren. Wir können das nämlich selbst ziemlich gut, bei uns zuhause.

Genauer gesagt: wir wissen, welche Tools und Instrumente man braucht, um die richtigen Menschen mit den richtigen Marken so in einen Dialog zu bringen, dass daraus Mundpropaganda entsteht – und zwar in planbarer und für das Marketing vernünftig einsetzbarer Weise. Das bringt allen etwas – denjenigen, die daran teilnehmen ebenso wie den Unternehmen, die das mit uns machen.

Damit das gelingt, müssen wir aber unsere Daten selber verwalten, und wir müssen die Instrumente, die wir brauchen, auch ein-, um- oder ausbauen können. Das geht besser, wenn wir das bei uns zuhause tun.

(Hervorhebung von mir) ConnectedMarketing: “Warum benutzt Ihr Facebook und Twitter nicht für den Umgang mit Euren Mitgliedern?”

In Gesprächen mit Unternehmen (und leider auch mit Social Media Beratern) stelle ich immer wieder fest, dass bei aller Social Media Euphorie dieser (wesentliche!) Aspekt häufig vernachlässigt oder sogar völlig ausgeblendet wird. Natürlich kann es Sinn machen, Facebook und Twitter im Marketing zu nutzen. Allerdings, um noch einmal Martin Oetting zu zitieren:

Facebook und Twitter sind kein Selbstzweck.

Die Plattformen haben bei allen Vorteilen leider auch den Nachteil, dass Unternehmen keinen wirklichen Zugriff auf ihre “Fans” oder “Follower” haben. Oder anders formuliert: Es ist ein bisschen so, als würde ich die Daten meiner Kunden in einem CRM-System einpflegen, das mir keine Exportfunktion anbietet. Das kann eine Zeit lang gut gehen, aber spätestens wenn ich die Plattform wechseln möchte (oder muss), stehe ich plötzlich ohne Kundenbeziehungen da.

Natürlich ist der von Martin beschriebene Weg häufig mühsam und langwierig. Es müssen eigene Tools entwickelt, Prozesse optimiert und Kunden davon überzeugt werden, ihre Daten preiszugeben. Und natürlich ist es im Vergleich hierzu einfacher, lediglich einen Facebook-Button in das eigene Webangebot zu integrieren.

Letztendlich muss ich mir aber die Frage stellen, wo ich Werte (Kundendaten) aufbauen möchte: Auf der Plattform von Herrn Zuckerberg oder in meinem eigenen Unternehmen?